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Erbschaftsstreit um SEG

Geschäftsführung ausgetauscht

Autor: Gerhard Rodler

Silvia Wustinger-Renezeder, eine Doyenne der Immobilienbranche und eine Wegbereiterin des frei finanzierten Wohnbaues in Wien, ist nicht mehr Geschäftsführerin der SEG Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsgesellschaft m.b.H. Martin Renezeder, der zuletzt für Projektcontrolling und Vertrieb verantwortlich war, hat das Familienunternehmen ebenfalls mit Ende November verlassen.

Hintergrund ist nach unseren Informationen ein veritabler Erbschaftsstreit, der nach dem unerwarteten Ableben von Hans Wustinger zwischen seinen Kindern aus erster Ehe und Silvia Wustinger-Renezeder entbrannt ist.

Der im Juni 2014 verstorbene Hans Wustinger hielt 99 Prozent der Gesellschaftsanteile und führte gemeinsam mit seiner Gattin Silvia Wustinger-Renezeder die Geschäfte der SEG.

Mit 16. November 2015 übernahm Andreas Wustinger die Geschäftsführung des Bauträgers. Zehn Tage später wurde Silvia Wustinger-Renezeder als Geschäftsführerin abberufen.

Die SEG weist laut KSV in den zuletzt veröffentlichten Geschäftsjahren einen operativen Gewinn und Verlustvorträge aus den Vorjahren, sowie einen umfangreichen Grundbesitz - laut Bilanz 2014 im Wert von 6,4 Millionen Euro - aus.

Das Schicksal des Unternehmens mit laut Bilanz 23 Angestellten ist aktuell jedenfalls offen, ein Immobilienprojekt im 3. Wiener Bezirk wäre knapp vor Realisierung gestanden, ein weiteres knapp vor dem Abschluss.