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Erste Immo KAG wächst

Anlagevolumen auf 2,4 Milliarden gestiegen

Autor: Charles Steiner

Die Volumina der Offenen Immobilienfonds sind gerade durch die Coronapandemie erheblich angewachsen. Laut Vereinigung Österreichischer Investmentfonds-gesellschaften (VÖIG) lag dieses mit Ende November bei 9,6 Milliarden Euro. Einen Löwenanteil daran hat die Erste Immobilien KAG, die in diesem Jahr erheblich zugekauft hatte. Im heurigen Jahr konnten die beiden Publikumsfonds Erste Immobilienfonds und Erste Responsible Immobilienfonds um 10,7 Prozent auf 2,48 Milliarden gesteigert werden. Der Grund: Der Erste Immobilien Fonds, der mittlerweile die Zwei-Milliarden-Euro-Marke überschritten hatte, hat Wohnimmobilien zum Schwerpunkt gesetzt. Was die Geschäfts- und Büroflächen anbelangt sei der überwiegende Teil nicht von den Covid-19 bedingten Schließungen betroffen gewesen. Erste Immobilien KAG-CEO Peter Karl: „Unsere Investmentstrategie hat sich bei beiden Fonds auch in unruhigen Zeiten bewährt. Daher werden wir weiterhin daran festhalten.“ Seit März sind acht Objekte (5 in Wien, 1 in Schwechat, 1 in Fischamend und 1 Büroobjekt in Hamburg) mit einem Volumen von rund 292 Millionen Euro in die Portfolios der beiden Fonds übernommen worden. Dazu gehört unter anderem das Area 5.0 in Hamburg, ein Objekt im Sonnwendviertel in Wien-Favoriten, mehrere Bauteile der Schichtgründe in Floridsdorf, eines in Landstraße sowie eines in Schwechat (Der Markhof), eine Wohnhausanlage in Donaustadt sowie die Seniorenresidenz Fischamend.

Allerdings: Auch wenn das Thema Nachhaltigkeit an Bedeutung gewinnt, vermisst Karl entsprechende Objekte am Markt. Beim Erste Responsible Immobilienfonds seien etwa die klimaaktiv Basis- beziehungsweise Muss-Kriterien die Grundvoraussetzung für ein Investment. Außerdem seien ökologische und soziale Aspekte entscheidend. Der Fonds könne diese Ansprüche erfüllen und wurde letztes Jahr auch mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. „Das Angebot am Markt für Objekte, die unseren Kriterien entsprechen, ist allerdings noch überschaubar“, bedauert Karl. „Umso mehr freut es uns, dass wir gerade in jüngster Zeit unser Portfolio um 3 Objekte erweitern konnten“. Auch für 2021 hat er „interessante Neuprojekte“ im Visier.