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Rekordumsatz auf dem deutschen Logistik-Investmentmarkt

Autor: Gerhard Rodler

Der Logistik-Investmentmarkt in Deutschland befindet sich weiter auf Rekordjagd. Im ersten Halbjahr 2014 konnte ein Transaktionsvolumen von insgesamt gut 2,1 Mrd. Euro registriert werden. Damit wurde nicht nur das bereits starke Vorjahresergebnis um knapp 60 Prozent überschritten, sondern auch ein neues Allzeithoch für das erste Halbjahr aufgestellt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE), bundesweit führender Immobilienberater. Entgegen dem bundesweiten Trend ist an den Top-Standorten der Umsatz um gut 15 Prozent auf 499 Mio. Euro zurückgegangen. Verantwortlich hierfür ist teilweise auch ein nicht ausreichendes Grundstücksangebot, insbesondere zur Realisierung großflächiger Logistikhallen. Zwischen den einzelnen Großräumen sind aber unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Während Hamburg (164 Mio. Euro), Köln (69 Mio. Euro), Berlin (55 Mio. Euro) und Leipzig (54 Mio. Euro) Zuwächse aufweisen, mussten München (65 Mio. Euro), Frankfurt (49,5 Mio. Euro) und Düsseldorf (41 Mio. Euro) teilweise größere Umsatzrückgänge hinnehmen.

Nicht zuletzt aufgrund der deutlichen Zunahme der Portfolio-Transaktionen gewinnen Großdeals an Bedeutung. Mit 55,5 Prozent entfällt über die Hälfte des Investmentvolumens auf Verkäufe über 50 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Zunahme um 23 Prozentpunkte. Weitere 23 Prozent trugen Deals zwischen 25 und 50 Mio. Euro zum Gesamtumsatz bei. Demgegenüber mussten die kleineren Größenklassen sowohl relativ als auch absolut betrachtet leichte Einbußen verkraften. Der Anteil der Kategorie von 10 bis 25 Mio. Euro fiel von gut 25 Prozent auf rund 14 Prozent, kleine Transaktionen unter 10 Mio. Euro fielen von 12 auf nunmehr gut 7 Prozent. Während sich in der Vergangenheit häufig nur spezialisierte Investoren im Logistiksegment engagierten, ist mittlerweile eine breite Palette an Anlegern in diesem Marktsegment aktiv. Auf den ersten beiden Plätzen rangieren Investment Manager mit einem Anteil von gut 20 Prozent sowie Spezialfonds mit über 13 Prozent. Dies kann als Indiz dafür gesehen werden, dass viele institutionelle und vor allem auch ausländische Anleger mittlerweile über indirekte Investments an der Entwicklung der Logistikmärkte teilnehmen. Auf einen zweistelligen Umsatzanteil kommen darüber hinaus noch Equity/Real Estate Funds, die gut 12 Prozent zum Transaktionsvolumen beitragen. Größere Beiträge zum Resultat leisteten außerdem noch Corporates (9 Prozent), Pensionskassen (gut 7 Prozent), Projektentwickler (knapp 7 Prozent) sowie offene Fonds mit über 6 Prozent.