Immobilien Magazin

Es geht weiter nach oben

Zur Halbzeit der diesjährigen Expo Real wird schon eines deutlich: Der Immobilienmarkt brummt nicht nur weiter, sondern der Aufwärtstrend hat sich noch einmal verstärkt.

Autor: Stefan Posch

In den Vorjahren war die Stimmung bereits ausgezeichnet, aber 2019 übertrifft nochmals unsere Erwartungen“, sagt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. Das aktuelle Niedrigzinsumfeld und der hohe Anlagedruck der Investoren befeure die Nachfrage nach Immobilieninvestments weiter. Dazu komme, dass es immer mehr internationale Investoren aus dem arabischen und asiatischen Raum nach Europa zieht und so die Preise weiter nach oben getrieben werden. „Was Investoren vor drei Jahren schon zu einem eigentlich recht hohen Preisniveau gekauft haben, können sie heuer mit beachtlichem Gewinn schon weiterverkaufen“, so Ehlmaier.

Ein zusätzlicher Treiber für die Märkte in Kontinentaleuropa ist der chaotisch verlaufende Brexit: „Die Verunsicherung über den Verbleib oder Nicht-Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union bzw. den Zeitpunkt des Austritts bringt einiges an Kapital auf das Festland und davon profitiert natürlich auch der österreichische Immobilienmarkt,“ so Ehlmaier. Dabei stehen Wohnimmobilien immer mehr im Fokus der Investoren.

Vor allem neue Wohnformen, wie z.B. Serviced Apartments oder Senioren- und Studentenwohnen, haben stark an Bedeutung gewonnen.„Immobilienentwickler haben auf Trends im Wohnbereich, wie z.B. den stetig steigenden Anteil an Singlewohnungen, bzw. auf Veränderungen in der Demographie, wie z.B. die wachsende Zielgruppe der Senioren und deren Bedürfnisse, reagiert und neue Immobilienlösungen, von Micro Living über Co-Living bis hin zu Serviced Living, präsentiert“, erklärt Franz Pöltl, Geschäftsführender Gesellschafter EHL Investment Consulting, der auch ein extrem starkes Schlussquartal erwartet: „Der Anlagedruck der Investoren ist extrem und die jüngste Zinsentscheidung der EZB hat diesen noch einmal verstärkt.“

Für den österreichischen Markt geht Pöltl nach dem Rekordergebnis im dritten Quartal von 1,8 Milliarden Euro davon aus, dass das vierte Quartal ähnlich stark wird "Damit ist für das Gesamtjahr 2019 nicht nur der Spitzenwert von 2017 mit 4,7 Milliarden in Reichweite, es erscheint sogar ein neuer Rekord möglich.