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ESRB warnt vor Überhitzung

Mittelfristige Systemrisiken aufgrund des Wohnimmobilienmarktes

Autor: Stefan Posch

Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) warnt vor negativen Folgen der steigende Immobilienpreise im Wohnbereich. Konkret richtet der ESRB die Warnung an acht Ländern.

Neben Österreich auch an Belgien, Dänemark, Finnland, Luxemburg, die Niederlande, Schweden und das Vereinigte Königreich. Der ESRB sieht Gefahren bei der Verschuldung der Haushalte und bei der mangelnde Fähigkeit dieser die Hypothekarkredite zurückzubezahlen. Im Zusammenhang dazu sieht die ESRB Probleme mit Preissteigerungen und Überbewertungen im Wohnimmobilienbereich. Der ESRB hat zwar derzeit keine direkten kurzfristigen Risiken aus Wohnimmobilien-Engagements in den Bankensystemen der gewarnten Länder identifiziert, doch Zweitrundeneffekte seien mittelfristig nicht ausgeschlossen, heißt es in eine Pressemitteilung der ESRB. Mittelfristig könnten die Entwicklungen ein systemisches Risiko für die Finanzstabilität darstellen. Daher habe der ESRB beschlossen Warnungen öffentlich zu machen. Der ESRB hat das Mandat Warnungen abzugeben, wenn signifikante systemische Risiken identifiziert werden.