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ESRB warnt vor Überhitzung

Anzeichen einer Überbewertung bei Wohn- und Gewerbeimmobilien

Autor: Stefan Posch

Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB), eine Art Frühwarnsystem, das 2010 infolge der Finanzkrise von der Europäischen Zentralbank eingeführt wurde, warnt im aktuellen Jahresbericht vor einer Überhitzung der Immobilienpreise. Die in ganz Europa in den vergangenen Jahren beobachteten relativ günstigen Wirtschaftsbedingungen und die niedrigen Zinsen haben die Nachfrage nach Wohnimmobilien verstärkt, sodass sich die Preise für Wohneigentum in vielen EU-Ländern in Richtung einer Expansionsphase entwickelt hätten, heißt es in dem Bericht. In bestimmten Volkswirtschaften hätte diese Entwicklung auch zu einer zunehmenden Verschuldung der privaten Haushalte zur Finanzierung ihres Wohnimmobilienkaufs beigetragen, wodurch der Wohnungsmarkt für Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds anfällig sei.

Der Ausschuss warnt aber auch vor Überbewertungen bei Gewerbeimmobilien. Die wichtigsten Ursachen für Anfälligkeiten am Gewerbeimmobilienmarkt würde sich aus der Renditesuche der Anleger und der sehr unterschiedlichen Art der Finanzierung von Gewerbeimmobilien ergeben, wobei makroprudenzielle Instrumente zur Behebung von Anfälligkeiten an diesem Markt nach wie vor selten seien. Aufgrund der hohen Nachfrage seitens der Anleger und der Suche nach höheren Renditen - beides bedeutende Gründe für den Preisanstieg bei Gewerbeimmobilien vor allem an den Hauptabsatzmärkten - seien Investoren potenziell für eine Neubewertung von Risikoprämien anfällig.

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