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Europas Hotelmärkte

auf dem Weg zum Vorkrisenniveau

Autor: Robert Rosner

Europas Hotelmärkte profitieren von der wirtschaftlichen Erholung des Kontinents. Wie die PwC-Studie „Room to grow: European cities hotel forecast for 2014 and 2015“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC ergeben hat, werden die Hotels in nahezu allen untersuchten 18 Städten in den kommenden zwei Jahren ihre Auslastung verbessern und ihre Erlöse steigern können.

„Der Hotelmarkt holt jetzt auf, was er in der Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre verloren hat“, sagt Wolfgang Vejdovsky, Country Leader für den Bereich Real Estate bei PwC Österreich. Nominal hat der europäische Hotelmarkt im Jahr 2013 fast wieder seinen Höchststand aus dem Jahr 2007 erreicht. Europaweit lag der Erlös je verfügbarem Zimmer (Revenue per available room, RevPAR) 2013 bei rund 68 Euro im Durchschnitt und damit nominal 6,5 Prozent beziehungsweise real sogar 18,5 Prozent unter dem Jahr 2007.

„Für gewöhnlich reagiert der Hotelsektor mit einer gewissen Verzögerung auf die wirtschaftliche Erholung. Auch 2013 hat sich die Branche daher noch schwächer entwickelt als das vergleichbare Bruttoinlandsprodukt, das europaweit 2013 nur leicht unter dem Hoch von 2007 lag“, sagt Vejdovsky. Die Nachfrage steige jedoch weiter, daher sei in den kommenden zwei Jahren damit zu rechnen, dass der Markt die Krise hinter sich lasse.

Die Hoteliers in Wien profitieren weiter von der Attraktivität der österreichischen Hauptstadt für Touristen, außerdem ist Wien ein internationaler Kongress-Hotspot. Die Zimmerpreise sanken 2013 um 2,5 Prozent auf durchschnittlich 94,50 Euro (2012: 96,90 Euro), auch die Auslastung ging leicht zurück. Das liegt am wachsenden Angebot, immer neue Hotels kommen dazu. 2014 eröffnet etwa das Fünf-Sterne-Hotel Park Hyatt, auch Motel One plant zwei neue Hotels mit über 900 Zimmern.

Im europäischen Vergleich wird 2014 wohl Dublin die Stadt mit dem stärksten Wachstum sein. Dort wird der RevPAR gemäß den Prognosen von PwC um 5,2 Prozent zulegen auf 73,90 Euro, gefolgt von London, Paris, Edinburgh, und erst dann Berlin und Frankfurt.