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Expo-Absage: Das sind die Reaktionen

Kurzfristige Absage war absehbar, finanzieller Schaden enorm

Autor: Charles Steiner

Wie der immoflash gestern Abend als erstes Medium exklusiv berichtete, ist die Expo Real Hybrid - sie hätte von Donnerstag bis Freitag stattfinden sollen - kurzfristig abgesagt worden. Der Schritt sei notwendig gewesen, da München als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft wurde, was zu zahlreichen Absagen der Teilnehmer geführt hatte. Auch das Digitalformat ist gestrichen worden. In einer Stellungnahme erklärte die Messe München, die Ticketpreise „zeitnahe zurückerstatten zu wollen“.

Für die Immobilienbranche sei die Absage im Zuge der aktuellen Situation absehbar gewesen. Jedoch: Der finanzielle Schaden ist enorm, so Stefan Reschke von Maya International und Vertreter der Messe München zum immoflash: „Das ist schade, sowohl für Maya International als auch für die Messe München. Hier wurden immense Beträge hineingesteckt. Es macht aber keinen Sinn, an einer Messe festzuhalten, wenn es explizite Warnungen für Reisen nach München gibt.“ Nun müsse man abwarten, wie sich die Situation für andere Veranstaltungen entwickelt, nennt Reschke die Analytica sowie die Bau München, die ebenfalls als Hybrid-Veranstaltungen geplant worden sind.

Für Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter bei EHL Immobilien ist die Absage der Expo Real Hybrid absehbar gewesen: „Wir wären gerne - wenn auch mit verkleinerter Mannschaft - unter Einhaltung der Abstandsregeln hingefahren. Die Absage tragen wir allerdings mit Fassung, es ist verständlich, dass die Messe unter diesen Voraussetzungen nicht stattfinden kann. Wir müssen uns alle an diese Situation anpassen.“ Auch wenn die Expo Real damit für heuer ersatzlos gestrichen worden war, sei das zumindest für die Arbeit der Immobilienbranche kein nachhaltiger Schaden gewesen. Dennoch sei die Expo Real für die österreichische Immobilienwirtschaft die „wichtigste Messe“, weswegen man zumindest auf die Durchführung im kommenden Jahr hofft.