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Eyemaxx-Bilanz verzögert sich

Auffassungsunterschiede über Abwertungen

Autor: Stefan Posch

Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2019/2020 der Eyemaxx verzögert sich voraussichtlich bis in den Mai 2021. Laut einer Ad-hoc-Mitteilung bestehen Auffassungsunterschiede über die Bewertungen der Immobilienprojekte, bedingt durch die verschärfte Covid-19-Pandemie. Die Wirtschaftsprüfer wollen demnach die Wertansätze weiter reduzieren, als jene Werte, die das Eyemaxx-Management auf Basis aktueller Sachverständigengutachten ansetzt. Die Spanne für das Jahresergebnis liegt abhängig von diesen endgültigen Bewertungsergebnissen im Bereich zwischen -28 und -35 Millionen Euro.

Eyemaxx-CEO Michael Müller bestätigt dem immoflash Diskussionen mit den Wirtschaftsprüfern. „In Deutschland sind die Prüfer aufgrund diverser Skandale übervorsichtig. Wenn wir da nachgeben, könnte die Mindesteigenkapitalquote unterschritten werden.“ Eyemaxx hatte sich bei den Anleihen 2018/2023, 2019/2024 und 2020/2025 selbst eine Mindesteigenkapitalquote auferlegt. Wird diese unterschritten, haben die Gläubiger ein Sonderkündigungsrecht. Am 6. April wird online über die Aussetzung der Klausel abgestimmt. Müller erklärt, dass man Großgläubiger bereits von der Maßnahme überzeugt habe. Der Eyemaxx-CEO zeigt sich deswegen zuversichtlich, dass der Änderung zugestimmt wird. „Wir sind nach wie vor so gut, wie wir vorher waren und sind ein sehr verlässlicher Emittent. Wir haben seit 2015 bereits sieben Anleihen pünktlich zurückgezahlt. Wir werden auch im April eine Kapitalerhöhung durchführen“, kündigt Müller an, der überzeugt ist, dass angesichts des Aktienkurses, der etwa bei der Hälfte des inneren Wertes liegt, die Kapitalerhöhung gut angenommen wird. Grund für die aktuellen Abwertungen sind insbesondere Hotelprojekte. Diese werden aber laut Müller erst ab dem Jahr 2023 auf den Markt kommen. Zudem seien, so der CEO, bereits langjährige Pachtverträge für die Hotelprojekte ausgehandelt.