Immobilien Magazin

Fallende Hauspreise in Israel

Anlässlich des letzten immo7 vor Weihnachten und Neujahr betrachten wir einmal den Immobilienmarkt in Israel. Dort fallen die Hauspreise - und die Neuflächenproduktion ist auf dem niedrigsten Stand seit 2018.

Autor: Charles Steiner

Der israelische Wohnungsmarkt hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Laut einem Artikel der israelischen Tageszeitung Haaretz fallen nicht nur die Hauspreise auf den niedrigsten Stand seit 2010, auch das Bautempo ist merklich abgebremst. Die heurige Wohnflächenproduktion wurde mit 44.000 Wohneinheiten - zumindest sagt das eine Prognose im Juni - angegeben - 21 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Das zentrale statistische Büro in Israel (CBS) wird in dem Artikel zitiert, dass es im zweiten Quartal mit dem Bau von 11.228 Häusern zwar einen kleinen Aufwärtstrend gegeben hatte, verglichen mit 9.945 im ersten Quartal. Die Gesamtanzahl von 21.173 Starts im ersten Halbjahr war im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2017 um 21 Prozent gesunken.

Die geringe Neuflächenproduktion sollte dafür die Preise - sehr leicht - anziehen lassen: Die Hauspreise seien im heurigen Sommer um 0,3 Prozent gestiegen, sagt CBS. Dem widersprach allerdings der Chefvolkswirt der Staatskasse, der erklärte, dass die Hauspreise im Jahresvergleich um einen Prozent gefallen seien. Und das ohnehin von einer niedrigen Basis aus dem Vorjahr aus: Denn bereits da sind die Preise um elf Prozent gesunken. Die Region Haifa musste den stärksten Rückgang hinnehmen, wobei die Anzahl der Baustarts bis zum 30. Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 Prozent zurückging - obwohl sie in der Stadt selbst um 34 Prozent gestiegen sind. In der südlichen Negev-Region gab es einen Rückgang von 26 Prozent und im Norden von Galiläa gab es einen Rückgang von 27 Prozent. Der Wohnungsneubau in der Region Jerusalem ging um 18,5 Prozent zurück.

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