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Familienbetriebe positiver

Zwei von drei Unternehmen erwarten Besserung

Autor: Gerhard Rodler

Dort, wo die Eigentümer selber mitarbeiten, herrscht offensichtlich die bessere Stimmung. Bei 69 Prozent der österreichischen Familienbetriebe herrscht für die kommenden zwölf Monate absolute Zuversicht.

Österreich liegt damit in etwa gleichauf mit dem europäischen Durchschnitt von 72 Prozent. Im Jahr 2014 zeigten sich die heimischen Betriebe noch zurückhaltender: Damals gaben knapp 60 Prozent an, positiv in die Zukunft zu blicken.

Zwei Drittel (67 Prozent) der österreichischen Familienunternehmen konnten ihren Umsatz in den letzten zwölf Monaten steigern, ein Viertel (26 Prozent) hielt ihn stabil. Lediglich sieben Prozent verzeichneten einen Umsatzrückgang. Die heimischen Betriebe erzielen damit deutlich bessere Ergebnisse als der europäische Durchschnitt: die Hälfte konnte ihren Umsatz erhöhen, bei 16 Prozent ist er gesunken. Die Mehrheit (83 Prozent) der Familienunternehmen in Österreich ist im Ausland tätig. Zwei Drittel davon (67 Prozent) verstärkten im letzten Jahr ihre Aktivitäten außerhalb der Landesgrenzen.

Trotz des Optimismus sehen sich die österreichischen Familienbetriebe mit wesentlichen Herausforderungen konfrontiert: 57 Prozent bereitet die Suche nach qualifiziertem Personal Sorgen. Darüber hinaus empfindet die Hälfte der Befragten die Suche nach Fachkräften schwieriger als in den Jahren zuvor. Als Grund dafür sieht ein Drittel der Österreicher eine sinkende Attraktivität des heimischen Arbeitsmarktes. Für 86 Prozent ist fehlendes qualifiziertes Personal ausschlaggebend. Weitere Herausforderungen sehen die österreichischen Familienunternehmen hinsichtlich der zunehmenden Konkurrenzsituation (40 Prozent), der sinkenden Rentabilität und der steigenden Lohnnebenkosten (beide 36 Prozent).

Die österreichische Immobilienbranche besteht überwiegend aus Familienbetrieben.