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Fast alle Deutsche fühlen sich sicher

Wohnung als Hort der Sicherheit

Autor: Günther Schneider

Trotz anders lautender Meldungen in Boulevardmedien und der von populistischen Strömungen aufgegriffenen Annahme, dass es in Deutschland unsicher sei: Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid in Auftrag des Wohnkonzerns Vonovia zeichnet da ein ganz anderes Bild - vor allem in den Städten. Dieser zufolge fühlen sich bundesweit mehr als 90 Prozent der Befragten (n=1.000) in ihrem Umfeld bzw. ihrer Nachbarschaft sicher. Das sei sogar unabhängig von Alter, Geschlecht und Wohnort.

So gaben 92 Prozent der Befragten an, sich in der eigenen Nachbarschaft eher, beziehungsweise sehr sicher zu fühlen. Während Frauen die Sicherheit nur unwesentlich geringer einschätzen als Männer (91 Prozent gegenüber 94 Prozent), finden sich leichte Abweichungen zwischen den einzelnen Altersgruppen. Demnach fühlen sich vor allem die 30-59-Jährigen in ihrem Quartier geborgen (96 Prozent), während unter den 14-29-Jährigen sowie in der Altersgruppe 60+ etwas mehr Menschen Bedenken hegen (89 Prozent bzw. 88 Prozent).

Besonders wohl fühlen sich die Menschen in Baden-Württemberg (96 Prozent) und Bayern (98 Prozent). In Hamburg (82 Prozent), Berlin (79 Prozent) und Sachsen (78 Prozent) halten zwar deutlich weniger Befragte ihr Quartier für unbedenklich, jedoch immer noch mehr als drei Viertel. Überraschend: Gerade in kleineren Gemeinden - Ortschaften mit weniger als 5.000 Einwohnern - äußerten sich die Bürger häufiger besorgt (16 Prozent „eher/sehr unsicher“). Mit der Stadtgröße hingegen nehme auch das Sicherheitsgefühl zu.