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Femme Real

Ingrid Fitzek-Unterberger ist seit 2015 die Präsidentin des Immobilien-Netzwerks Salon Real, ein ausgesuchter Kreis, in den nur Mitglieder mit einem entsprechenden Trackrecord Einzug finden.

Autor: Barbara Bartosek

Als ihren größten Erfolg bezeichnet Ingrid Fitzek-Unterberger die Aufgabe, für die sie als Bereichsleiterin Marketing und Kommunikation in die BUWOG Group geholt wurde: In der BUWOG Group eine gemeinsame Kultur zu etablieren. Denn der Konzern hat Anfang dieses Jahrzehnts begonnen, durch Übernahmen und Assetkäufe seine Aktivitäten auf den deutschen Markt auszuweiten.

Zwei Länder, zwei Kulturen

"Das waren drei wirklich harte Jahre, die BUWOG in beiden Ländern unter einen Hut zu bringen", erzählt Ingrid Fitzek-Unterberger, "selbst bei so vermeintlich ähnlichen Nachbarn wie Österreich und Deutschland. Gewachsen sind wir einerseits personell und durch die Übernahme neuer Immobilien - jeder einzelne Mitarbeiter ist in diesen Jahren aber auch persönlich gewachsen. Die Integration der unterschiedlichen Unternehmen mit verschiedenen Kulturen, Arbeitsweisen und -inhalten in eine große Unternehmensgruppe war eine große Herausforderung." Auch in der Öffentlichkeit und bei den Mietern musste sich der neuer Player erst das Vertrauen verdienen und eine starke Marke - nach innen und nach außen - aufbauen. Zusätzlich hat die in Österreich etablierte Marke so ihre Tücken und Schwierigkeiten. "Die Farbe Orange hat sich zum Beispiel beim Entwickeln einer gemeinsamen Identität bei den neuen Teams als ganz besonders schwierig herausgestellt. Aber daran ist nicht zu rütteln - wir treten geschlossen in jeder Hinsicht als BUWOG Group mit einem gemeinsamen Corporate Design auf, in jeder Marketingmaßnahme, jedem Banner und jeder Anzeige."

Eine gemeinsame Identität muss täglich gelebt werden.

Identität muss gelebt werden

Die verschiedenen Identitäten zu verstehen und dann zu vereinheitlichen, ist ein fortlaufender Prozess, der laut Fitzek-Unterberger nie abgeschlossen sein wird. Eine gemeinsame Identität muss nicht nur entwickelt und gepflegt, sondern auch tagtäglich gelebt werden. Neben den innerkulturellen Herausforderungen gibt es noch einen erschwerenden Umstand - der Unternehmensname hat in Österreich leider nach wie vor ungünstige Konnotationen wegen der Privatisierung im Jahr 2004. Da ist die deutsche Wahrnehmung des Konzerns als "deutsch-österreichische" Gesellschaft auch eine Chance, in Deutschland ist der Name der Gesellschaft völlig unbelastet. Derzeit arbeiten mehr als 700 Mitarbeiter für "eine Sache" und das Unternehmen ist in Deutschland mittlerweile größer als in Österreich.

SAP-Einführung als letzter Schritt

Best Practice aus dem nun seit drei Jahren laufenden Projekt ist für Fitzek-Unterberger die gelungene Anpassung der technischen Systeme auf einen gemeinsamen Stand. "Es wurde schnell klar, dass es nicht reicht, die Dinge einfach orange einzufärben. Damit alle eine gemeinsame Sprache sprechen können, braucht es auch gemeinsame technische Voraussetzungen. Der letzte wichtige Schritt dazu war, SAP - ausgehend von den Abläufen der BUWOG an den Standorten Kiel und Hamburg- auch in Berlin und in Österreich einzuführen", erklärt Fitzek-Unterberger. Der Salon Real war bei ihrer Aufgabe hilfreich. Sie gibt offen zu, dass sie durch diese starke Verbindung mit ganz unterschiedlich tickenden und andersdenkenden Frauen eine größere Akzeptanz anderer Anschauungen entwickeln konnte. Im beruflichen Alltag findet sie es nun immer wieder überraschend, dass auch Leute, mit denen die Chemie einfach nicht stimmt, bei näherer Auseinandersetzung ebenso neue und wertvolle Sichtweisen beitragen können.

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