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Fertighäuser: Eine geht in Ausgleich

... und eine expandiert nach Mailand

Autor: Gerhard Rodler

Hanlo Häuser macht nicht mehr (alle) glücklich: Gestern hat die steirische Fertighausfirma ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung einleiten müssen. Forderungen können an das Grazer Unternehmen an den Insolvenzverwalter Axel Reckenzaun noch bis zum 6. September angemeldet werden.

Die Zeichen wieder Expansion gestellt hat dagegen ein anderer Fertighausanbieter, nämlich Griffner Haus, das ja auch Jahre mit grösseren Schwierigkeiten hinter sich hat. Am 15. Mai 2015 eröffnet das Unternehmen das zweite Musterhaus in Italien. Das Kärntner Familienunternehmen setzt große Erwartungen in den oberitalienischen Markt.

32,5 Prozent aller in Italien verkauften Fertighäuser werden in Norditalien errichtet - in der Lombardei, in Piemont, Ligurien und der Emilia Romagna. Laut einer Marktanalyse der IC Interconnection Consulting vom Sommer 2014 ist der traditionelle Einfamilienhausmarkt 2013 um 15,8 Prozent gesunken. Ganz anders die Entwicklung bei Fertighäusern, die im gleichen Jahr einen Zuwachs um 16,3 Prozent erzielen konnten. 462 Millionen Euro wurden laut Studienautoren im Jahr 2013 mit 2425 Fertighäusern umgesetzt. Die Fertighausquote lag 2013 bei 4,9 Prozent.