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Fertighäuser profitieren von Corona

Gefragt sind aber smarte Bau- und Wohnkonzepte

Autor: Charles Steiner

Die Corona-Krise und der damit zusammenhängende Lockdown hat bei vielen Menschen den Wunsch genährt, ans Land zu ziehen. Und davon profitiert auch der Fertighausmarkt, schätzt Advicum in einer aktuellen Analyse ein. Insgesamt werden in Österreich derzeit rund 4.400 Fertighäuser pro Jahr errichtet, durchschnittlich wird somit etwa alle zwei Stunden ein neues Fertighaus seinen Besitzern übergeben. Der Anteil der Fertighäuser am Gesamtmarkt neu errichteter Einfamilienhäuser betrug zuletzt 27,6 Prozent. Und da gibt es Potenzial: Hauskäufer wissen die Vorzüge der Fertigbauweise immer mehr zu schätzen, wie die Marktentwicklung zeigt. „Der zunehmenden Individualisierung aller Lebensbereiche und damit auch des Wohnens kann die Fertighausindustrie flexibel und kostengünstig gerecht werden, der hohe Grad der Vorfertigung sichert dabei die Qualität“, so Advicum Equity-Partner Daniel Knuchel.

Aber: Eine Voraussetzung für den Markterfolg ist, dass die Fertighaus-Hersteller den drei großen Megatrends in vollem Umfang gerecht werden: modulare Individualisierung, smarte Convenience und konsequente Nachhaltigkeit. Standen früher Designaspekte im Mittelpunkt, so heißt es heute „Usability is King“, wie die Advicum Analyse zeigt. Smart Home-Lösungen werden damit zu wesentlichen Bestandteilen künftiger Bau- und Wohnkonzepte. Immerhin nutze, so die Analyse, bereits jeder zweite Haushalt in Österreich Smart Home-Geräte. Zur Customer Convenience zählen auch „Intelligente Fassaden“, die zugleich dem rasant wachsenden Nachhaltigkeits-Bedürfnis vieler Menschen entsprechen. Mit thermoaktiven Bauelementen, Photovoltaik und Recycling wird die Fassade zu einem ökologisch orientierten Bestandteil des Fertighauses.