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Firmenpleiten aktuell rückläufig

Seit Beginn der Corona-Krise um die Hälfte gesunken

Autor: Stefan Posch

Seit dem Beginn der Corona-Krise vor etwa zwei Wochen sind ist die Zahl der Firmenpleiten laut dem KSV1870 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte gefallen. Im Moment sind es nur rund 50 Fälle pro Woche. Mit ähnlichen Zahlen ist laut KSV auch in den nächsten Wochen zu rechnen, da etwa die Österreichische Gesundheitskasse (gemeinsam mit dem Finanzamt der größte Insolvenzantragsteller des Landes) in nächster Zeit keine Insolvenzanträge einbringen wird. Zudem würden sich Unternehmen in einer abwartenden Haltung und schauen, was der von der Bundesregierung installierte Rettungsschirm an finanziellen Hilfsmitteln für sie bringt. Darüber hinaus herrscht an den Gerichten bis aufs Weiteres Notbetrieb.

„Aktuell sehen wir bei der Zahl der Insolvenzanträge eine Delle. Zwar ist es auch jetzt möglich, Insolvenzanträge einzubringen, doch die Unternehmen halten sich momentan zurück und evaluieren, welche Möglichkeiten der Rettungsschirm für sie parat hat“, erklärt Ricardo-José Vybiral, CEO der KSV1870 Holding. „Zweifellos wird es aber ab dem Frühsommer zu einem deutlichen Zuwachs bei den Firmenpleiten kommen. Wie hoch dieser ausfallen wird, hängt auch stark davon ab, wann und wie rasch der heimische Wirtschaftsstandort wieder auf Normalbetrieb umstellen kann.“ Mit einer Steigerung der Unternehmensinsolvenzen von rund zehn Prozent - wie 2009 im Zuge der Finanzkrise - sei jedoch zu rechnen.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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