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Flughafen macht blau

Erste ÖGNI-Zertifizierung für Officequartier

Autor: Gerhard Rodler

Der Wiener Flughafen gibt unter der neuen Führungscrew immer mehr Gas. Nach jahrelangen Leerständen im Officepark belegen die mittlerweile 250 externen Unternehmen den allergrößten Teil der Büroflächen und auch sonst sind die Weichen wieder auf Wachstum gestellt.

Jüngster Coup: Der Flughafen Wien ist das erste Gewerbegebiet, das mit einer ÖGNI-Quartierzertifizierung ausgezeichnet wurde. Das ist auch für ÖGNI-Gründer und Präsident Philipp Kaufmann eine Premiere, bis dato wurden von ÖGNI bereits 107 Gebäude, aber noch nie ein Quartier zertifiziert. Allerdings seien weitere Zertifizierungen bereits in der Pipeline, unter anderem der Hauptbahnhof, so Kaufmann soeben in einer Pressekonferenz.

Für Flughafen-Vorstand Ofner ist „blue thinking“ auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit: „Wir sparen mit einem Energieeffizienzprogramm sechs Prozent der Elektrizitätskosten, das macht derzeit rund eine Million Euro aus.“ Das ÖGNI-Zertifikat sei aber auch ein wichtiges Argument im Wettbewerb der Standorte: „Unsere potenziellen internationalen Mieter können unter mehreren Airportcities in Europa wählen, da ist ein derartiges Zertifikat ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal.“ Der Flughafen Wien macht aber auch weiterhin auf „blue“. So sollen die Flachdächer ab dem kommenden Jahr mit Photovoltaik ausgestattet werden.

„Das rechnet sich jetzt auch ohne Förderung,“ so Ofner. Ins ÖGNI-Zertifikat fließen neben der Ökologie übrigens auch die Ökonomie und sozio-kulturelle Aspekte ein. Auch da hat der Flughafen angezogen. Die Airportcity weist über eine umfangreiche Infrastruktur von der Apotheke bis zum (neuen) Fitnesscenter für die rund 20.000 Beschäftigten auf. Weitere Angebote sollen folgen.