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FMZ-Widmungspolitik als Markttreiber

Fachmarktzentren immer beliebter bei Investoren

Autor: Charles Steiner

Neu entwickelte Fachmarktzentren auf der grünen Wiese - die werden immer seltener. Das vor allem, weil Kommunen und Städte entsprechende Flächen mittlerweile scheuen und daher die Widmungsverfahren immer restriktiver ausgestaltet haben. Neugenehmigungen sind schwer bis gar nicht möglich. Das allerdings belebt den Investmentmarkt in diesem Segment und macht Fachmarktzentren zur stabilen Anlageklasse, sieht Sewada Howsepian, Leiter der Gewerbeabteilung von Arnold Immobilien, starkes Marktpotenzial: „2018 wurden in Österreich rund 450 Millionen Euro in die Assetklasse Retail investiert. Aufgrund von mangelnden Alternativen am Geldmarkt auch immer häufiger von privaten Investoren und Stiftungen.“

Fachmarktzentren hätten für Privatinvestoren aber noch andere Vorteile: Sie verfügen aufgrund der wesentlich niedrigeren Mieten und Betriebskosten über eine gute Flächenproduktivität, weswegen sie bei Diskontern und Nahversorgern beliebt seien, argumentiert Howsepian. Gerade diese Segmente sind aber vom Onlinehandel am wenigsten betroffen, weswegen der Mietzufluß stabil bleibt. Das macht FMZ zu einer sicheren Einnahmequelle und wiederum interessant für private Investoren, die mittlerweile nach allen Assetklassen umsehen, auch aufgrund der Portfolio- und Risikodiversifizierung. Howsepian: „Wo letztendlich investiert wird, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. dem Nahverhältnis zu einem bestimmten wirtschaftlichen Sektor, der geografischen Lage oder der Risikoklasse.“ Laut Howsepian erwirtschafteten stabile Gewerbeimmobilien Renditen bis zu rund fünf Prozent.