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Frankfurt mit schwachem Office-Markt

Büromarkt noch unter Vorjahresniveau

Autor: Gerhard Rodler

Auch wenn der Frankfurter Büromarkt in den letzten beiden Quartalen deutlich Fahrt aufgenommen und mit 153.000 m² (Q2) und 141.000 m² (Q3) auch im langfristigen Vergleich sehr gute Quartalsergebnisse erzielt hat, liegt der Gesamtumsatz mit 351.000 m² noch rund 9 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Zwar stellen Großverträge mit gut 20 Prozent den größten Anteil am Flächenumsatz, aber auch alle übrigen Größenklassen waren umfangreich am Ergebnis beteiligt. Mit Ausnahme der kleinsten Kategorie unter 200 m² kommen alle auf Umsatzanteile zwischen knapp 13 und 16 Prozent. Insgesamt spricht dies für eine relativ homogene Verteilung, was unter Marktgesichtspunkten positiv zu werten ist. Bezogen auf die Branchengruppen liegen Banken und Finanzdienstleister mit 30 Prozent erwartungsgemäß auf dem ersten Platz. Wesentlich dazu beigetragen hat auch ein Großabschluss der Commerzbank über 46.000 m². Den zweiten Rang belegen Beratungsgesellschaften mit gut 17 Prozent, vor den Informations- und Kommunikationstechnologien, die 12 Prozent zum Umsatz beitragen. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat sich der Leerstand im Frankfurter Marktgebiet um 5,5 Prozent verringert und beläuft sich aktuell auf etwa 1,93 Mio. m². Dies ist der niedrigste Wert der letzten fünf Jahre. Noch deutlicher vollzog sich der Leerstandsabbau bei den Flächen mit moderner Ausstattungsqualität. Sie haben sich im gleichen Zeitraum um gut 8 Prozent reduziert und liegen bei 815.000 m². Bezogen auf das Gesamtvolumen verfügen damit nur noch 42 Prozent über die von den Nutzern primär nachgefragte Flächenqualität. Die Leerstandsquote im gesamten Marktgebiet beläuft sich auf 12,2 Prozent. Im enger gefassten gif-Gebiet ist aktuell eine Leerstandsrate von 12,6 Prozent zu verzeichnen.