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Frankfurt startet mit Plus

Büro-Leerstandsraten schmelzen dahin

Autor: Gerhard Rodler

Der Frankfurter Büromarkt konnte im ersten Quartal spürbar zulegen. Mit einem Flächenumsatz von 94.000 m² im gesamten Marktgebiet wurde das Vorjahresergebnis um stolze 65 Prozent gesteigert. Bezogen auf das engere gif-Gebiet liegt das Ergebnis bei 83.000 m², was einem Anstieg von immerhin 51 Prozent entspricht. Dies ergibt die Analyse von BNPPRE (BNP Paribas Real Estate). Mit Ausnahme des Großabschlusses der Deutschen Bank entfällt der Flächenumsatz vor allem auf die Marktsegmente zwischen 200 und 5.000 m². Die vier hier enthaltenen Kategorien kommen jeweils auf Umsatzanteile zwischen 11 Prozent und 18 Prozent, was die grundsätzlich breite Nachfragebasis unterstreicht. Kleine Verträge unter 200 m² trugen immerhin noch fast 5 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Aufgrund der Großvermietung dominiert im ersten Quartal die Frankfurter Leitbranche Banken und Finanzdienstleistungen mit einem Anteil von knapp 42 Prozent. Darüber hinaus waren die sonstigen Dienstleistungen (10 Prozent) sowie Unternehmen aus dem Gesundheitswesen und Beratungsgesellschaften mit jeweils rund 9 Prozent in stärkerem Maße am Ergebnis beteiligt. Aber auch Betriebe der Informationstechnologien sowie Industrieunternehmen trugen noch knapp 8 Prozent beziehungsweise 7 Prozent zum Umsatz bei. Der Leerstandsabbau ist mittlerweile weit vorangeschritten und setzt sich nur noch moderat fort. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte ein Rückgang um gut 2 Prozent auf 1,9 Mio. m² registriert werden, einer der niedrigsten Werte der letzten zehn Jahre. Kaum verändert haben sich dagegen die Leerstände mit moderner Flächenqualität, die sich auf 836.000 m² belaufen.

Verantwortlich hierfür ist auch die Fertigstellung von Bauvorhaben, die noch nicht vollständig vermietet sind und in die Leerstandskategorie überführt wurden. Der Anteil der modernen Flächen am Gesamtleerstand liegt bei knapp 44 Prozent. Die Leerstandsquote im gesamten Marktgebiet beläuft sich auf 12,0 Prozent. Im enger gefassten gif-Gebiet ist eine Leerstandsrate von 12,6 Prozent zu verzeichnen.