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Frankfurter Flughafen groundet

Aber Immobiliengeschäfte heben ab

Autor: Gerhard Rodler

Die Immobiliengeschäfte des größten Flughafens in Europa laufen auch in einem insgesamt für Flughäfen anspruchsvollen Umfeld weiterhin wie geschmiert: Das Segment Retail & Real Estate konnte den Umsatz um 3,6 Prozent auf 469 Millionen Euro steigern. Das EBITDA stieg um 4,6 Prozent auf knapp 351 Millionen Euro. Die Retail-Erlöse pro Passagier stiegen im zurückliegenden Jahr von 3,32 Euro auf 3,60 Euro. Das Segment Ground Handling verzeichnete beim Umsatz ein Plus von 1,1 Prozent auf gut 656 Millionen Euro sowie ein Plus von ebenfalls 1,1 Prozent beim EBITDA auf rund 38 Millionen Euro. Das Segment External Activities & Services trug insbesondere wegen des anhaltenden positiven Wachstumstrends in Lima und Antalya erneut positiv zum Konzern-Ergebnis bei. Der Umsatz stieg um 14,4 Prozent auf 591 Millionen Euro und das EBITDA stieg um 4,4 Prozent auf rund 286 Millionen Euro.

Aufgrund einer geänderten Bilanzierungsvorschrift entfällt zum 1. Januar 2014 die Möglichkeit, Gemeinschaftsunternehmen anteilig in die Konzern-Rechnungslegung einzubeziehen, was sich für Fraport insbesondere auf die Beteiligung am Flughafen Antalya auswirkt. Das Ergebnis von Antalya wird fortan im Finanzergebnis des Konzerns ausgewiesen, was zu einer Veränderung der berichteten Zahlen im laufenden Geschäftsjahr führen wird.

Aufbauend auf der Verkehrsprognose erwartet Fraport für 2014 einen Umsatz bis zu einem Niveau von etwa 2,45 Milliarden Euro gegenüber dem pro forma adjustierten Wert für 2013 von 2,38 Milliarden Euro. Hinsichtlich der finanziellen Entwicklung erwartet Fraport für das Geschäftsjahr 2014 ein Konzern-EBITDA zwischen etwa 780 und etwa 800 Millionen Euro (pro forma 2013: rund 733 Millionen Euro) und ein Konzern-EBIT, das sich bis zu etwa 500 Millionen Euro entwickeln wird (pro forma 2013: 439 Millionen Euro).

Die EBITDA- und EBIT-Prognose für 2014 liegt somit um etwa 40 bis etwa 60 Millionen Euro und die Umsatzprognose um etwa 70 Millionen Euro über den entsprechend adjustierten Werten des Geschäftsjahres 2013. Das Konzern-Ergebnis ist nicht von dieser Bilanzierungsänderung betroffen und wird leicht über dem Vorjahr erwartet.