immoflash

Frühlingslüfterl für Wiener Immomarkt

Madlencnik für Immobilienmarkt optimistisch

Autor: Gerhard Rodler

Es scheint so, als ob den heimischen Immobilienentwicklern gute Jahre bevorstehen. Die Neuvermietungen laufen wieder relativ rund und es gibt auch wieder mehr Neuprojekte, was sich an der zunehmenden Nachfrage nach Immobilienkrediten ablesen lässt. Und: die Immobilienpreise in Wien dürften im nächsten Jahr weiter steigen. „Aktuell liegt die Netto-Cash-Flow-Rendite schon bei unter fünf Prozent. Wenn die Zinsen weiter so niedrig bleiben, sollten wir in den kommenden Jahren wieder 4,5 Prozent erreichen“, sagt Reinhard Madlencnik, Head of Real Estate Bank Austria zu immoflash. Konkret: Im Bürobereich wurde die 5-Prozent-Marke mit rund 4,8 Prozent zur Jahreshälfte bereits deutlich nach unten durchbrochen. Im Einkaufszentren-Bereich liegen die Spitzenrenditen um 5,5 Prozent, in Fachmarktzentren um rund 1 Prozentpunkt höher. Im mitteleuropäischen Vergleich zählt Österreich damit zu den Niedrigrenditeländern. Dazu Madlencnik: „Es ist daher davon auszugehen, dass Immobilien mit Entwicklungspotenzial, die höhere Renditen bieten, für Investoren wieder attraktiv werden. Investoren werden etwas risikofreudiger und fragen zunehmend nicht mehr nur Prime-Immobilien, also Objekte in sehr guten Lagen, mit sehr guten Mietverträgen, nach. Auch Immobilien mit Entwicklungspotenzial gewinnen an Attraktivität.“ Dazu Karla Schestauber, Immobilienanalystin der Bank Austria: „Die erwartete Verbesserung der Konjunktur stellt die Weichen für eine weitere gute Performance des österreichischen Immobilienmarktes. Die Ökonomen der Bank Austria haben die österreichische BIP-Prognose für 2014 zuletzt auf knapp unter 2 Prozent nach oben revidiert. Damit läuft die österreichische Konjunktur deutlich besser als im europäischen Durchschnitt. Davon wird auch der österreichische Immobilienmarkt profitieren.“ „Wir sehen nach wie vor Potential für einen Renditerückgang“, ergänzt Schestauber, „allerdings begrenzt der Anstieg der Zinsen am Ende das Potential.“