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Für den Rauchfang

Kommentar zum Montag

Autor: Gerhard Rodler

Allen Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann… Und das schon gar nicht in Wien. Jahrelang liefen Bauträger bei der Stadt Wien gegen die aus ihrer Sicht längst überholte Verordnung, dass jede Wohnung auch einen verpflichtenden Kaminanschluss benötigt. In Zeiten von Passivhaus und Fernwärme gerade dann besonders verständlich, wenn man über steigende Immobilienpreise aufgrund wachsender Baukosten nachdenkt.

Aber, der Weg zum leistbaren Wohnen ist ganz offensichtlich ein steiniger. Denn kaum hat sich die Stadt Wien einmal an den Wünschen der Immobilienwirtschaft orientiert, um die Baukosten und damit in letzter Konsequenz die Wohnimmobilienkosten etwas zu drücken, formieren sich schon die Gegner.

In der Diskussion um die neue Wiener Bauordnung wurde unter dem Überbegriff "Leistbares Wohnen" als eine der Maßnahmen seitens der Politik die Streichung des verpflichteten "Anschlusses an eine Abgasanlage" in jeder Wohnung (Notkamin) gefordert.

Die Initiative "Rettet den Kamin" ist ein Zusammenschluss von Interessensgruppen rund um den Kamin, die sich für die Interessen der Bürger in Hinblick auf die Versorgungssicherheit und die Ressourcenschonung einsetzt. Aus Anlass hat diese Gruppe eine Petition verfasst und Unterschriften gesammelt.

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Kommentare

Blizgneisser | 11.03.2014 12:55

Nachdem die Bauordnung die Aussenwandthermen verboten hat, sterben alle Jahre rd. 10 Menschen bei Niederdruckwetter an CO-Vergifftung. Dafür haben die Rauchfangkehrer einen geschützten Bereich....