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Fusion am deutschen Büro-Markt

Alstria schluckt Deutsche Office

Autor: Gerhard Rodler

Die Fusionswelle am Büroimmobilien-Markt geht weiter: Die Hamburger Alstria Office will den annähernd gleich großen Kölner Rivalen DO Deutsche Office übernehmen. Alstria bietet den Aktionären von DO einen Aktientausch an, der das Unternehmen mit knapp 800 Millionen Euro bewertet.

Der US-Finanzinvestor Oaktree, der die DO Deutsche Office erst vor gut eineinhalb Jahren aus seinen eigenen Büroimmobilien und der Münchener Prime Office gebaut hatte, will das Tauschangebot annehmen. Er hält 60,5 Prozent an DO. Die Übernahme kommt nach Angaben von Alstria zustande, wenn die Hamburger insgesamt 69,6 Prozent der Aktien angedient bekommen.

DO Deutsche Office sieht die Übernahme wohlwollend. Zwar sei der Vorstand vorab nicht von der Offerte informiert worden. „Wir sehen das positiv, müssen aber die Einzelheiten des Angebots erst prüfen“, sagte ein Sprecher. Die DO-Aktie sprang um 8 Prozent auf 4,25 Euro nach oben. Alstria-Papiere gaben leicht nach auf 11,52 Euro.

Alstria-Vorstandschef Olivier Elamine begründete das Angebot so: „In den vergangenen Jahren haben wir Alstria auf einen signifikanten Wachstumsschritt vorbereitet, um das Unternehmen als das führende börsennotierte Büroimmobilienunternehmen zu positionieren.“ Diese Transaktion mache aus vielerlei Gründen Sinn. „Der wesentliche Grund ist allerdings, dass wir ein besseres und stärkeres Unternehmen schaffen.“ Alstria und DO Deutsche Office zusammen besitzen 125 Büroimmobilien mit einer Fläche von 1,7 Millionen m², die mit 3,5 Milliarden Euro bewertet werden.