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Gegenwind für Anlegerwohnungen

Stimmen gegen Vorsorgemodelle werden lauter

Autor: Gerhard Rodler

Gegen die seit gut zwei Jahrzehnten am österreichischen Markt etablierten Vorsorgewohnungen formiert sich zunehmend eine Gegenfront, die geographisch im sozialdemokratischen Lager zu verorten ist. Die SPÖ und Mietervereinigung beziehen jetzt auch öffentlich zunehmend Stellung. - was sich übrigens schon rund um die Steuerreform zwischen den Zeilen ablesen ließ.

Jetzt warnen die beiden bereits in Pressekonferenzen und Presseaussendungen „vor unüberlegten Investitionen in Vorsorge-Wohnungen“. Für Käufer gebe es ein Steuer-, Zins- und Leerstandsrisiko, das erst im „Kleingedruckten“ zu finden sei, so SP-Wohnbausprecherin Ruth Becher. Vermehrt habe man in letzter Zeit mit aggressiver Werbung für Vorsorge-„Spekulationswohnungen“ zu tun, erklärte Becher in einem Pressegespräch. Versprochen würden „hohe Mieterträge“, „Sicherheit und Steuervorteile“, „Attraktivste Anlageform“, „krisensicher und vor Inflation geschützt“, „gesichertes Zusatzeinkommen“ usw.

Altbau-Vorsorge-Wohnungen seien wohnpolitisch „sehr unerwünscht“, da kein neuer Wohnraum entstehe. Eine „Umwandlungsabgabe“ für Mietwohnungen, die zu Eigentumswohnungen gemacht werden, forderte Nadja Shah, Geschäftsführerin der Mietervereinigung Österreich. Becher bezeichnete das als eine „sehr reizvolle“ Idee, die man diskutieren werde.