Immobilien Magazin

Gemeindebau und wilde Siedler

Die Entwicklung des Wohnens nach dem Ende des Ersten Weltkrieges.

Autor: Barbara Wallner

Markus Stradner, Pressesprecher von Wiener Wohnen, fasst eine der wesentlichen Entwicklungen des österreichischen Wohnrechtes zusammen: „Fast 75 Prozent der rund 550.000 Wiener Wohnungen um 1917 sind überbelegte Ein- und Zweizimmerwohnungen. Besonders in den Kriegsjahren sind die Frauen und Kinder der eingerückten Soldaten mit Delogierungen konfrontiert. Um das soziale Klima zu entspannen, erlässt die konservative Regierung 1917 eine Mieterschutzverordnung, die einen Mietzinsstopp (,Friedenszins‘) und den Schutz vor willkürlichen Kündigungen beinhaltet.“ Vor dem Krieg sind Mietverhältnisse ein weitgehend ungeregelter Raum, rechtliche Grundlage ist das ABGB, das nur dürftige Mietbestimmungen enthält, bestätigt auch Nadja Shah, Geschäftsführerin der Mietervereinigung Österreichs. „Der Friedenszins war zum einen eine Maßnahme der Kriegspolitik – Soldaten an der Front sollten sich keine Sorgen machen müssen, dass ihre Familien ...

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