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Neue Energiebenchmark in Hallwang

Bauteilaktivierung nutzt Betonspeicherung

Autor: Rudolf Preyer

Nach 28 Jahren als Bürgermeister von Hallwang (Salzburg) eröffnete Helmut Mödlhammer am vorletzten Tag seiner Amtszeit das von der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) veranstaltete Expertenforum Energiespeicher Beton im neuen Gemeindezentrum Hallwang (Nullemissionsgebäude). Dieses Vorzeigehaus ist kompletter Energieselbstversorger (der Überschuss wird an das benachbarte Hotel weiterverkauft), „keine einzige Kilowattstunde wurde zur Heizung eingesetzt“, so Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes bis 2017. Der neue Begriff „Bauteilaktivierung“ meint eine innovative Technologie zur Kühlung beziehungsweise Wärmeversorgung – Solarenergie wird hierbei mit Beton kombiniert: sämtliche Betonbauteile wie Decken beziehungsweise Bodenplatten fungieren in kommunalen Bauten wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern – oder eben jetzt auch in einem Gemeindezentrum – als Energiespeicher (der Sonneneinstrahlung, der Umgebungswärme usw.). Was den Teilnehmern des Forums im Gemeindezentrum Hallwang von Anfang an positiv auffiel – das „angenehme, beständige Raumklima ohne Zugluft“ – konnte Rudolf Zrost (Vorstandsvorsitzender VÖZ) dahingehend erklären, dass der Haustechniker, „Energiepionier“ Harald Kuster (Future is Now, SBG), exzellente Arbeit geleistet habe; der weltweit renommierte Klaus Kreč (TU Wien) präsentierte in seinem Vortrag neueste Forschungsergebnisse zur Bauteilaktivierung; und Philipp Stoll, Architekt des Tirol Panorama, Standort des Innsbrucker Riesenrundgemäldes, veranschaulichte die praktischen wie formschönen Seiten der Bauteilaktivierung, die besonders gut für das bei Kunstwerken wichtige Raumklima ist (keine Staubaufwirbelung etc.).