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Generation Y: Das neue Biedermeier

U30er sehen Zuhause als wichtigsten Rückzugsort

Autor: Charles Steiner

Bricht in Österreich ein neues Biedermeier an? Das könnte man zumindest annehmen, wenn man sich die Studie „Wohnen im Wandel der Generationen“ betrachtet, die Integral Markt- und Meinungsforschung für ImmobilienScout24 durchgeführt hat. Für 97 Prozent, also fast alle Österreicher, gelten die eigenen vier Wände als persönlicher Rückzugsort. Besonders die Generation Y, also die Generation unter 30, geriert sich offenbar als ziemlich spießig: Denn völlig überraschenderweise nimmt der hohe Stellenwert des Wohnens mit steigendem Alter ab: 35 Prozent der 16-29-Jährigen sieht in der Wohnung einen „Ort zur Flucht aus dem Alltag.“ Bei den Best Agern, also jenen Menschen ab 50 sind es nur 28 Prozent.

Und: Rückzug wird wichtiger als Status. Nur noch etwa die Hälfte (52 Prozent) sieht im Zuhause eine Möglichkeit, sich gegenüber anderen zu profilieren. Ebenfalls interessant: Nur eine Minderheit der Befragten (23 Prozent) achtet bei der Wohnungsgestaltung auf aktuelle Wohntrends.

Die Generation Y will aber auch der Immobilienbesitzer von morgen sein: Während für die Österreicher über 30 nur für jeden Vierten der Bau oder Kauf einer Immobilie unbedingt zu einem gelungenen Leben beiträgt, stufen das die U30er wichtiger ein: 28 Prozent betrachten das als unerlässlich für eine gelungene Lebensführung. Nichtsdestotrotz: Drei Viertel der Österreicher würden gerne ein Eigenheim besitzen.

Für die Studie „Wohnen im Wandel der Generationen“ hat Integral Markt- und Meinungsforschung im Juli 2016 rund 1.000 Österreicher/innen mittels CAWI-Interviews bevölkerungsrepräsentativ befragt (1.007 Befragte, österreichische Bevölkerung der Altersgruppe 16-65 Jahre).