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Grexit: Auswirkungen auf Immo-Branche

Kapitalflucht auch in Österreich möglich

Autor: Charles Steiner

Die immer wahrscheinlicher werdende Staatspleite in Griechenland und der drohende Grexit könnten auch in Österreich Auswirkungen auf den Immo-Markt haben. „Die Krise bedeutet, dass Renditen steigen. A-Klasse-Immobilien werden an Wert gewinnen, jene Immobilien, die nicht in Top-Lagen sind, verlieren“, so der Chairmann CEE von CBRE, Andreas Ridder. Aber nicht nur: Im Aktienmarkt könnte sich die eine oder andere aufschiebende Entscheidung ergeben. Bestes Beispiel: Der Deutsche Immo-Konzern Ado, Anbieter von rund 13.700 Wohnungen - vorwiegend in Berlin - erklärte, seinen für Dienstag geplanten Börsengang aufgrund der griechischen Schuldenkrise auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Was bedeutet die Schuldenkrise für Österreich? Laut dem stellvertretenden Fachverbandsobmann für Immobilientreuhänder, Reinhold Lexer, könnte jetzt besonders die steigende Angst vor einem Euro-Crash Interessenten dazu bewegen, in Immobilien zu investieren. Lexer: „Solche Meldungen haben automatisch eine Auswirkung auf Österreich - das könnte dazu führen, dass die Immobilienpreise steigen.“ Sandra Bauernfeind, Leiterin Wohnimmobilien bei EHL sieht das ähnlich: „Natürlich ist zu erwarten, dass auch die Bevölkerung in Österreich nervös wird und ihr Kapital verstärkt in Immobilien investiert.“ Das würde besonders Vorsorgeimmobilien betreffen. Daniel Jelitzka, Geschäftsführer bei JP Immobilien, sieht die drohende Staatspleite in Hellas gelassen: „Auf den österreichischen Markt wird das eher periphere Auswirkungen haben. Da ist Griechenland zu weit weg, als dass eine Kapitalflucht in Österreich virulent wäre.“