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Große Chancen im hohen Norden

Hamburger Immobilieninvestments immer interessanter

Autor: Gerhard Rodler

Bis zum Ende des dritten Quartals erzielte der Hamburger Investmentmarkt ein Transaktionsvolumen von knapp 1,75 Mrd. Euro. Damit übertrifft die Hansestadt ihr Vorjahresergebnis um knapp 34 Prozent und erzielt das beste Resultat nach den Boomjahren 2006 und 2007. Die Verteilung des Investmentvolumens auf die einzelnen Größenklassen stellt sich ähnlich wie im Vorjahr dar und zeigt ein recht ausgeglichenes Bild. Besonders bemerkenswert ist, dass das hohe Transaktionsvolumen nicht nur durch wenige Großdeals zustande gekommen ist, sondern aus einer breiten Nachfrage in allen Segmenten resultiert. Mit einem Anteil von gut 36 Prozent liegen die großvolumigen Abschlüsse zwar nach wie vor vorn, da jedoch erst zwei Verkäufe im dreistelligen Millionenbereich stattgefunden haben, besteht kein wesentliches Übergewicht der größten Kategorie. Insgesamt wurde in allen Größenklassen erheblich mehr investiert als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Den stärksten Anstieg haben dabei die kleineren Abschlüsse bis 10 Mio. Euro zu verzeichnen, die um rund 63 Prozent zugelegt haben. Mehr als die Hälfte des Investitionsvolumens entfällt auf Büroobjekte, die sich damit wie schon im Vorjahreszeitraum an die Spitze der Assetklassen setzen. Durch eine hohe Anzahl großer Transaktionen, wie dem Verkauf der Firmenzentrale des Germanischen Lloyds in der HafenCity, können sie knapp 8 Prozentpunkte dazugewinnen. Erst mit deutlichem Abstand folgen Einzelhandelsimmobilien auf dem zweiten Platz. Aufgrund des begrenzten Angebots in diesem Segment erreichen sie lediglich gut 21 Prozent und haben die größten Anteilsverluste zu verkraften. Hotels schieben sich durch einige größere Transaktionen auf den dritten Platz (knapp 12 Prozent) und verdrängen damit Logistikobjekte, die wie im Vorjahreszeitraum knapp 11 Prozent beisteuern.