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Haie im Büro

Die HoloLens als lustiges Tool für Geeks? Nein. Mit dieser Hologrammbrille ließe sich das Facilitymanagement deutlich vereinfachen. Die Facilitycomfort zeigte uns, wie.

Autor: Charles Steiner

Freitagnachmittag, hier im Millennium Tower. Mit gleich drei Leuten ist die Facilitycomfort zu Besuch, bereits im Vorfeld hatte Christian Call, Leiter der Kommunikationsabteilung angekündigt, er müsse uns etwas total Neuartiges zeigen, etwas, was den Bereich Facility Management revolutionieren könne. Er hat nicht zuviel versprochen. In Begleitung vom Prokuristen Hermann Kolar und dem Leiter Infrastruktur und Organisation, Michael Graß, traf er also im Besprechungszimmer ein. Im Gepäck: Eine Microsoft HoloLens.

Die Wartung wird einfacher

Diese HoloLens, eine Mixed-Reality-Brille, kann 3D-Modelle auf einen transparenten Bildschirm projizieren und braucht dazu weder Smartphone noch Computer. Die Idee, die die Facilitycomfort damit hatte: Damit könnte man doch eigentlich die Arbeit im technischen Wartungsbereich erleichtern. Und so startete das Unternehmen einen Pilotversuch. Michael Graß beginnt also zu erzählen: "Mit dieser Brille hat der Arbeiter zunächst einmal die Hände frei zum Arbeiten, er muss keine Checklisten herumtragen - denn sie werden in die HoloLens eingeblendet, wie bei einem Head-up-Display. Und er sieht sofort, was wo wie zu reparieren ist, mit einer einfachen Handbewegung kann er die Holo-Checkliste dann einfach abhaken. Alle wichtigen Informationen wie Wartungs- und Tätigkeitsanweisungen oder Informationen zu haustechnischen Anlagen kann der Arbeiter über die HoloLens erkennen." Über Skype könne der Arbeiter dann mit der Zentrale Kontakt aufnehmen, Daten, die über die HoloLens geschickt werden, werden transparent in ein Dokument verpackt und können bei Bedarf abgerufen werden. Hermann Kolar sieht dort massives Zeitoptimierungspotenzial: "Wenn das System mit der HoloLens läuft, bietet sich ein enormer Mehrwert für Kunden und Facilitymanager. Denn man spart sich Zeit, wenn man das, was man zu reparieren oder abzulesen hat, direkt vorm Auge hat und nicht erst suchen müssen. Einfache Austauscharbeiten könnten problemlos durchgeführt werden - ohne langwierige Schulungen. Und durch die Transparenz der Daten kann man dem Kunden auch die Kostenseite argumentieren." Denn gutes Facilitymanagement bemerkt man nicht. Und Christian Call sieht Vorteile bei der Fehlerminimierung: "Ablesefehler, etwa bei Stromzählern, können dadurch nicht mehr auftreten, da die integrierte Kamera die Daten selbstständig erfasst." Und weil die HoloLens ein selbstständiger Computer ist, braucht man auch kein Internet - etwa im Keller. Aber, auch wenn der Träger irgendwie wie "Robocop" aussieht - der Mensch bleibt das Maß aller Dinge.

Die Hololens bietet einen Mehrwert für Kunden und Facilitymanager.

"Probieren Sie mal aus"

Das Immobilien Magazin startete also einen Selbstversuch. Nach einer kurzen Erklärung setzen wir die Brille, die angenehm sitzt und auch für Brillenträger geeignet ist auf und lässt sich zu Demozwecken zwei grimmig dreinschauende Haie projizieren. Die Bedienung ist intuitiv, man kann das Projizierte von allen Seiten betrachten, hat sogar den Eindruck, dass sie tatsächlich im Raum sind. Was jetzt Haie sind, können dann, wenn die Pilotphase beendet ist, auch technische Geräte sein. Cooler Gedanke eigentlich.

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