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Hallmann greift nach Süba

38 Prozent der Gesellschaft übernommen

Autor: Gerhard Rodler

Klemens Hallmann, so ist ein von ihm gern gebrauchter Satz, steht lieber im Grundbuch als im Immobilien Magazin, immoflash und anderen Medien. Heute kann es ihm nicht erspart werden.

Der Selfmade-Millionär (zählt zu den 100 reichsten Österreichern laut Trend) hat 38 Prozent an der Süba übernommen und ist auch in den Aufsichtsrat eingestiegen. Gekauft wurden 23 Prozent der Aktien von der Lengersdorff Projektentwicklungs GmbH und 15 Prozent von deutschen „Restaktionären“. Damit ist auch ein jahrzehntelanger Streit beigelegt, der zwischen Lengersdorff und anderen Aktionären ausgefochten wurde. Somit gibt es jetzt zwei Hauptaktionäre: 62 Prozent wird von der Familie Heinze gehalten, die ihre Aktien aus der damaligen Insolvenz der deutschen Süba-Mutter herausgekauft hatten, 38 Prozent von der Hallmann Gruppe. Am Management ändert sich dadurch nichts: die erfolgreichen Vorstände Heinz Fletzberger und Hubert Niedermayer haben noch langjährige Verträge.

Konkret läuft der Deal über Hallmann Holding International Investment, die neben einigen Immobilienaktivitäten beispielsweise auch an einer Online-Bank in Südafrika maßgeblich beteiligt ist und auch im Filmgeschäft durchaus aktiv mitmischt.

Bis dato hatten sich die Immobilienaktivitäten neben dem Investment vor allem auf Revitalisierung und Altbau konzentriert, jetzt ist die Hallmann Holding auch im Neubau-Sektor aktiv und deckt damit jetzt ein ganzheitliches Portfolio im Immobilienbereich ab. Im Zuge der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2016 wurde Klemens Hallmann zudem zum Aufsichtsrat des Bauträgers ernannt.

„Ich habe mich dazu entschlossen, mein bestehendes Portfolio zu erweitern und in den Neubau-Sektor einzusteigen. Die Süba ist ein langjährig angesehener Bauträger, der mit meiner Beteiligung zukünftig noch stärker wachsen soll“, lässt Klemens Hallmann zu seiner Investition erklären.

Das Kerngeschäft der seit mehr als 35 Jahren in Österreich tätigen Süba umfasst Leistungen in den Bereichen Planung, Bau und Vertrieb von Eigentumswohnungen und Gewerbeobjekten im innerstädtischen Bereich. Aktuell beläuft sich das Projektvolumen auf rund 300 Millionen Euro und deckt damit ca. 1.200 Wohnungen, etwa 800 Stellplätze und eine Nutzfläche von über 80.000 m² ab. Über die Jahre wurden rund 220 Projekte umgesetzt und abgewickelt.