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Heimische Immobilieninvestments schwächeln

Starker Zuwachs in Europa und CEE Region

Autor: Gerhard Rodler

Rund 1,7 Milliarden Euro wurden 2013 in Österreich in Immobilien investiert – und somit um 6 Prozent weniger als im Jahr 2012. Damit gehört Österreich zu den stabilen Märkten in Europa und liegt nicht im gesamteuropäischen Trend. In Europa wurden im Jahr 2013 rund 153,9 Milliarden Euro investiert, um ca. 21 Prozent mehr als im Jahr davor. In der CEE Region wiederum wurde das Investmentvolumen um 31 Prozent gesteigert, von 7,67 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf 10,02 Milliarden Euro im Jahr 2013.

Im Jahr 2013 waren für Investoren Büroimmobilien am interessantesten (32 Prozent aller Deals), gefolgt von Investitionen in Einzelhandelsimmobilien (23 Prozent). Der in den Jahren 2011 und 2012 noch spannende Hotelinvestmentmarkt hat sich im Jahr 2013 halbiert, sodass nur noch rund 12 Prozent aller Investments auf dieses Segment entfielen. Der Großteil der Investoren – rund 74 Prozent - kam im Jahr 2013 aus Österreich.

Zwar gab es im Jahr 2013 laut CBRE weniger Immobilieninvestments als im Vorjahr, das ähnliche Gesamtvolumen lässt darauf schließen, dass der Anteil der großvolumigen Transaktionen gestiegen ist.

Zu den größten Investmenttransaktionen im vierten Quartal 2013 zählten jene der ehemaligen Postsparkasse in Wien 1 (Investor: Signa), der Verkauf des “Demel Hauses” am Wiener Kohlmarkt an die Attila Dogudan Privatstiftung sowie des Forum Schönbrunn, Bauteil 2 und des 2nd Central – beide Objekte wurden von der BA Real Invest erworben.

Die Spitzenrendite für Büroimmobilien lag zu Jahresende 2013 bei ca. 4,75 Prozent und damit auf dem selben Niveau wie in anderen stabilen Märkten wie Berlin, Hamburg, Göteborg oder London City. Im Retailsegment konnten Spitzenrenditen von ca. 4,00 Prozent (ähnlich wie in Hamburg oder Amsterdam), bei Hotels von rund 5,80 Prozent erzielt werden. Während das Investmentvolumen in Österreich weitgehend stabil gegenüber jenem des Jahres 2012 war, zogen andere Märkte in Europa und der CEE Region 2013 kräftig an.

In Europa wurden im Jahr 2013 insgesamt 153,9 Milliarden Euro investiert, um 21 Prozent mehr als im Jahr 2012, aber noch immer deutlich weniger als im historischen Jahr 2007, als rund EUR 256,6 Milliarden investiert wurden.

2014 sollte der europäische Immobilieninvestmentmarkt noch weiter wachsen, vor allem getrieben durch Großbritannien und Deutschland und deren guter ökonomischer Situation. Bereits im Jahr 2013 wurden in der Londoner City rund 24 Milliarden Euro investiert – so viel wie in keinem anderen Markt der Welt.

Von den EUR 10,02 Milliarden, die im Jahr 2013 in der CEE Region in Immobilien investiert wurden (2012: EUR 7,67 Milliarden), entfielen mehr als 80 Prozent auf Russland und Polen.