Immobilien Magazin

Herrscher über ein Immobilien-Reich

Profi-Investoren oder Asset Manager agieren so, dass sie mit Immobilien Wert erhalten oder gar gute Mieten bzw. Gewinne lukrieren.

Autor: Linda Kappel

Immobilien zu besitzen, ein ganzes Immobilien-Portfolio aufzubauen und stabile Mieterträge einfahren oder einzelne Objekte zum geeigneten Zeitpunkt möglichst gewinnträchtig wieder abstoßen. Das sind die Kernaufgaben und Interessen des Investors beziehungsweise Asset Managers. Jede Investitionsentscheidung, auch jene für oder gegen eine Immobilie, ist geprägt von den drei klassischen Zielen: Rentabilität bzw. Investitionserfolg, Sicherheit bzw. Risikominimierung und Liquidität. Anreiz für viele Investoren ist im Immobilienbereich sehr häufig in erster Linie der Erhalt der realen Vermögenssubstanz, freilich wird sich aber kaum ein Investor gegen den Vermögenszuwachs sträuben.

Immobilien sind aber schwieriger bewertbar, vergleichbar und handelbar als etwa Wertpapiere. Grund und Boden sind zwar nicht vermehrbar, deshalb wird ein Grundstück, wird eine Immobilie immer ihren Reiz ausüben. Jedoch, wie der Name schon sagt, sind diese Assets immobil. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Handelbarkeit und damit auf die Liquidität aus. Man kann Immobilien aufgrund der Standortgebundenheit nicht nach Belieben losschlagen, insbesondere wenn es sich um große Liegenschaften oder ausgefallene Projekte - wie etwa ein Architektenhaus - handelt. Man kann Immobilien auch nicht nach Belieben stückeln, meist sind sie nur im Ganzen handelbar. Zu berücksichtigen sind auch hohe Transaktionskosten sowie ein relativ hoher Erhaltungs- und Verwaltungsaufwand. Als Vorteile winken dafür ein gewisser Inflationsschutz, die Werthaltigkeit sowie last but not least die Möglichkeit zur Befriedigung von Bedürfnissen wie ein Wohn- oder Sicherheitsbedürfnis.

Ein Investor ist gut beraten, all diese Faktoren bei seinen Überlegungen miteinzubeziehen. Für Profi-Investoren sind auch Aspekte wie politische und rechtliche Rahmenbedingungen relevant, vor allem auch bei Auslands-Objekten. Demografische und sozioökonomische Strukturen und Entwicklungstendenzen spielen ebenfalls eine Rolle. Daneben natürlich auch die Nutzungskonzepte für ein Objekt und seine Funktionalität. Die Gebäudeanalyse wiederum gibt Aufschluss über die architektonische und technische Beschaffenheit, über Alter und Größe des Objekts. Ausschlaggebend können auch der Mietermix und das daraus resultierende oder zu erwartende Bewirtschaftungsergebnis sein. Alle diese Aspekte fließen in den Managementprozess des Immobilien-Portfolios ein. Zu den Profi-Immobilieninvestoren zählen u.a. eigens dafür abgestellte und ausgebildete Mitarbeiter von Banken, Versicherungen, Immobilienaktiengesellschaften, Pensionskassen, Investmentfonds und Developern.