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Hoffnungsschimmer für Hotelmarkt

Zweites Halbjahr sollte aktiver werden

Autor: Charles Steiner

Während im Vorjahr österreichische Hotelimmobilien im rekordverdächtigen Bereich von rund 1,25 Milliarden Euro gehandelt wurden, gab es mit dem heurigen ersten Halbjahr - wenig verwunderlich - einen Einbruch. Gerade das Corona-Quartal hatte, so Christie & Co. den Hotelmarkt quasi zum Erliegen gebracht. Nur etwas mehr als über 60 Millionen Euro sind im Februar in österreichische Hotels investiert worden, im Lockdown gar nichts mehr. Nun liegt die Hoffnung auf das zweite Halbjahr.

„Einige weitere, größere Transaktionen im städtischen Bereich, die teilweise schon endverhandelt waren, wurden aufgrund der Pandemie kurzfristig abgesagt oder auf die zweite Jahreshälfte verschoben. Daher kam es in den letzten Monaten zu keinen nennenswerten Hoteltransaktionen in Österreich“, sagt Simon Kronberger, Director Austria & CEE bei Christie & Co. Das könnte sich jetzt mit der langsamen Rückkehr in die Normalität ändern, vor allem durch den Inlandstourismus und Grenzöffnungen zum wichtigen Herkunfsmarkt Deutschland. „Langsam erwacht der Tourismus und damit auch Hotelinvestoren wieder aus dem Dornröschenschlaf“, so Lukas Hochedlinger, Managing Director Central & Northern Europe bei Christie & Co.

Allerdings sei eine Bereinigung im Markt erkennbar, die der massiven Dynamik der vergangenen Jahre etwas entgegenwirkt und nicht mehr zeitgemäße oder marktkonforme Betriebe zum Handeln zwingt, etwa durch Neupositionierung oder Renovierung. Andererseits ist erkennbar, dass sich gut positionierte Ferienhotels schneller erholen würden als Stadthotels. So können unter Umständen auch Ferienhotels als Investmentprodukt zunehmend an Bedeutung gewinnen und die bisherig deutliche Lücke zur Stadthotellerie zumindest teilweise füllen. Mittlerweile befinde sich Christie & Co mit anderen Marktteilnehmern in der Vorbereitung der ersten „Post-Covid-19“ Prozesse und bietet wieder einige Hotelimmobilien mit langfristigen Potentialen zum Kauf an. „Gemeinsam mit der Wiederaufnahme der pausierten Prozesse, die ja teilweise unmittelbar vor Abschluss standen, gehen wir von einer transaktionsreicheren zweiten Jahreshälfte 2020 aus. Somit wird das Transaktionsvolumen im Gesamtjahr 2020 sicherlich unterdurchschnittlich, aber mit einer starken zweiten Jahreshälfte zumindest versöhnlich“, so Kronberger.

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