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Hohe Preise in Ostösterreich

Angebotspreise und Marktwert driften auseinander

Autor: Gerhard Rodler

Die Raiffeisen Immobilien Vermittlung (RIV) beobachtet bei gebrauchten Immobilien ein immer stärkeres Auseinanderdriften von Angebotspreisen und Marktwerten. Das ist vor allem darauf zurück zu führen, dass sich die Preise für gebrauchte Objekte zu stark an Neubauten orientieren. „Die meisten Verkäufer gebrauchter Häuser berücksichtigen die Wertminderung ihrer Gebäude nicht entsprechend. Das führt zu einer Aufwärts-Spirale bei den Immobilienpreisen: Unrealistische Vorstellungen finden als Angebotspreise ihren Weg auf Internetplattformen und in Zeitungsinserate und verlocken dort zukünftige Verkäufer zu neuerlich überhöhten Preisvorstellungen. Den Schaden haben am Ende die Verkäufer, die lange Monate auf unrealistisch ausgepreisten Objekten sitzen bleiben.“ erläutert Peter Weinberger, Geschäftsführer der RIV.

Im Osten Österreichs liegen die Angebotspreise gebrauchter Liegenschaften - je nach Objektart und Lage - um bis zu 25 Prozent über den Marktpreisen.

Die jährliche Markt-Analyse der RIV zeigt auch für 2014/15 wieder starke regionale Preisunterschiede am Immobilienmarkt Ostösterreich. Preis-Spitzenreiter ist einmal mehr Klosterneuburg Stadt: Ein gebrauchtes Einfamilienhaus in guter Lage mit durchschnittlicher Grundstücksgröße kostet hier im Schnitt 2.600 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen Mödling (bis zu 2.500 Euro/m2), Krems Stadt (bis zu 2.300 Euro/m2) und Korneuburg (bis zu 2.100 Euro/m2). Deutlich günstiger wohnt es sich im Norden Niederösterreichs: So kostet etwa ein Objekt in vergleichbar guter Lage im Bezirk Waidhofen/Thaya im Schnitt nur 835 Euro/m2. Ähnlich das Bild bei den Baugrundstücken. Hier reicht die Preisspanne von 25 Euro/m2 (Zwettl, Land) bis 370 Euro/m2 (Klosterneuburg).