immoflash

Hohe Preise, weniger Umsatz bei Wiener Zinshäusern

Höhere Nachfrage von Versicherungen und Privatstiftungen

Autor: Gerhard Rodler

Vereinzelt leicht steigende Preise, stabile Renditen, eine geringere Anzahl an Transaktionen: Das sind kurz gefasst einige Ergebnisse des Ersten Wiener Zinshaus-Marktberichtes der Otto Immobilien Gruppe, den Unternehmenschef Eugen Otto heute mittag präsentierte. Für das Vorjahr ergibt sich demnach eine ruhige Entwicklung, mit bis jetzt knapp 600 Mio. Euro. Dieses vorläufige Ergebnis berücksichtigt allerdings noch nicht den Nachlauf*, der in den vergangenen Jahre durchschnittlich jeweils rund 130 Mio. Euro betrug. „Wir können daher vorsichtig davon ausgehen, dass im Jahr 2014 ein Transaktionsvolumen von über 700 Mio. Euro erreicht wurde“, so Zinshaus-Experte Markus Steinböck. Auf hohem Niveau haben sich 2014 demnach die Preise etabliert. Die niedrigsten Einstiegspreise sind weiterhin außerhalb des Gürtels mit rund 750 Euro,- pro m² zu finden. Für ein Gründerzeit-Zinshaus bzw. einen Anteil davon innerhalb des Gürtels sind hingegen zumindest 1.330 Euro,- pro m² zu investieren. Als bemerkenswert sieht man die Entwicklung im ersten Bezirk, wo die Spitzenpreise seit dem ersten Halbjahr 2014 um immerhin rund 6 Prozent anstiegen, während sie im 8., 9., oder 15. Bezirk sanken. Jedes zweite Haus in der Kategorie bis 2,5 Mio. Euro - Trend zum Kauf ganzer Häuser. Sehr stabil sind die aktuellen Renditen: derzeit können Anleger mit Renditen von mindestens 1,5 Prozent in der Wiener Innenstadt und maximal 5,8 Prozent im 10. und 11. Bezirk rechnen. Lediglich in drei Regionen verzeichnen die Experten von Otto Immobilien leichte Veränderungen. Dies sei „ein weiteres Indiz, dass der Wiener Zinshausmarkt mit seinen nachhaltigen und inflationsgeschützten Renditen weiter zu den stabilsten Segmenten gehört“, so Richard Buxbaum, Leiter der Abteilung für Wohnimmobilien und Zinshäuser. Untersucht wurden auch wieder die einzelnen Preiskategorien, und hier zeigt sich: fast 90 Prozent der Transaktionen betrafen Immobilien bis 5 Mio. Euro, der Anteil der Transaktionen mit höheren Volumina hat sich deutlich verringert. „Fast jede zweite Transaktion im Vorjahr lag in einer Bandbreite zwischen 1 Mio. Euro und 2,5 Mio. Euro und diese Kategorie legte im Vergleich zu 2013 weiter deutlich zu“, betonte Studienautor Mag. Alexander Bosak MRICS, der noch eine andere Entwicklung beobachtet: der Trend zum Kauf ganzer Wiener Gründerzeitzinshäuser setzt sich weiter fort.