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Hotelbauboom in Deutschland

Auch Österreicher mischen hier mit

Autor: Gerhard Rodler

Deutschland ist - und bleibt scheinbar - ein europäischer Hotspot der Hotelentwickler. In den vergangenen fünf Jahren wurden im Durchschnitt jährlich rund 9.700 Hotelzimmer neu gebaut. Allein im vergangenen Jahr lag das Fertigstellungsvolumen bei rund 9.730 Zimmern in 75 Betrieben. Allerdings wurde laut bulwiengesa nicht ganz der Spitzenwert des Vorjahres erreicht.

Zwei sich abzeichnende Entwicklungstrends sind die Umnutzung von Bestandsgebäuden zu Hotels (auch in Folge steigender Grundstückspreise) sowie ein Rückgang von Großprojekten mit mehr als 300 Zimmern, auch wenn z. B. die projektierten Häuser von Motel One im Durchschnitt größer ausfallen.

2015 wurde deutschlandweit nur ein Hotel mit über 300 Zimmern in Berlin errichtet, während in den Vorjahren im Durchschnitt jedes Jahr über 1.200 neue Zimmer auf die Großhotellerie entfielen.

Nach wie vor wird die Neubautätigkeit vom Expansionsdrang der Kettenhotellerie („Multi Branding“) angetrieben. Im Jahr 2015 wurden rund 81 Prozent aller realisierten Zimmer von Hotelketten übernommen. Mit Marken wie Aloft (Starwood/Marriott), Curio by Hilton, Tulip Inn Alp Style (Louvre), Super 8 (Wyndham), moxy (Marriott), Harry's Home (Familie Ultsch) oder der Hotelapartmentmarke Capri by Fraser (Frasers Hospitality), wurden 2015 unterschiedlichste Konzepte in Deutschland gelauncht.

Das Zentrum der Bautätigkeit für neue Hotels in Deutschland ist nach wie vor die Stadt Berlin, die 2015 die 30 Millionen-Übernachtungsmarke überschritt. Rund 10.000 Zimmer, und damit ein Fünftel des deutschlandweiten Volumens, wurden in den vergangenen 5 Jahren in der Hauptstadt neu errichtet. Unter den großen Hotelentwicklern in Deutschland ist übrigens auch die österreichische UBM.