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Hotelboom und (noch) kein Ende

Neuer Investmentrekord im bisherigen Jahresverlauf

Autor: Gerhard Rodler

Der Siegeszug der Assetklasse Hotel hält auch im laufenden Jahr bislang an: Mit rund 2,16 Milliarden Euro allein im ersten Halbjahr liegt das Hotel-Transaktionsvolumen am europäischen Hauptmarkt Deutschland rund 45 Prozent über dem sehr guten Resultat aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Darüber hinaus wurde auch ein neuer Umsatzrekord verzeichnet, der den bisherigen aus dem ersten Halbjahr 2014 um stolze 31 Prozent übertrifft. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Die Entwicklung des Hotelinvestmentvolumens an den großen Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München) verlief nicht einheitlich. Insgesamt wurde zwar gut die Hälfte mehr investiert als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015, allerdings verteilt sich der Zuwachs nicht gleichmäßig über alle Städte. Dabei weist Berlin unterstützt durch den Verkauf des Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz und des Westin Grand Berlin aus dem Interhotel-Portfolio mit 562 Millionen Euro den mit Abstand höchsten Umsatz aus (+128 Prozent). Auf Platz zwei mit 317 Millionen Euro und ebenfalls deutlicher Steigerung (+179 Prozent) liegt Frankfurt, wo dank der hohen Bautätigkeit das gute Angebot auf entsprechend hohe Nachfrage traf. Hamburg folgt mit einem Minus um 27 Prozent und 188 Millionen Euro Investmentumsatz. Hier wurden bisher vorwiegend Bestandsobjekte gehandelt. Auch in München gibt es angebotsbedingt einen Rückgang und liegt damit mit 145 Millionen Euro (-42 Prozent) sogar noch hinter Leipzig (159 Millionen Euro).