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Hotelinvestments boomen

Deuschland derzeit Hotspot für Hotelmarkt

Autor: Gerhard Rodler

Mit einem Investitionsvolumen von deutlich über einer halben Milliarde Euro (583 Mio. Euro) verzeichnet der Markt für Hotel-Investments einen exzellenten Jahresauftakt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Auch wenn die ersten Monate nicht ganz so dynamisch waren wie das Schlussquartal des Vorjahres, ist das Resultat besonders im langjährigen Vergleich als hervorragend einzustufen (+40 Prozent über dem 10-Jahres-Schnitt). Hotel-Investments stehen bei einer Vielzahl verschiedenster Investoren auf der Einkaufsliste. Durch die Ankäufe des REITs Foncière des Murs waren im ersten Quartal 2015 Immobilien AGs/REITs mit gut 36 Prozent des Gesamtvolumens besonders stark. Mit deutlichem Abstand folgen Spezialfonds, welche auch im Vorjahr bereits zu den bedeutendsten Nachfragern zählten, mit rund einem Fünftel. Sie sicherten sich unter anderem im Rahmen eines Forward Deals ein Hotel der bisher in Deutschland noch nicht vertretenen Marke Super8 in München. Den dritten Platz belegen, gleichauf mit jeweils gut 13 Prozent, Immobilienunternehmen und Corporates. Darüber hinaus sind bisher nur noch offene Fonds (12 Prozent) und private Anleger (5 Prozent) in größerem Umfang in Erscheinung getreten.

Auch an den meisten großen Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) haben Investments in Hotelimmobilien im Vorjahresvergleich zugelegt (+38 Prozent). In der Hansestadt konnte mit dem Verkauf des Sofitels an Art-Invest zudem auch die größte Einzeltransaktion registriert werden. Lediglich in Frankfurt und München war ein Rückgang zu verzeichnen. Beide Standorte erzielten jedoch im Vorjahreszeitraum außerordentlich gute Ergebnisse. Mit 111 Mio. Euro und 110 Mio. Euro wurde in Berlin und Hamburg am meisten angelegt (+258 Prozent bzw. +55 Prozent gegenüber Q1 2014). Trotz des Rückgangs erzielen aber auch München (55 Mio. Euro) und Frankfurt (45 Mio. Euro) sehr gute Ergebnisse, die mit +82 Prozent und +56 Prozent deutlich über dem langjährigen Schnitt liegen. Schlusslicht ist Köln mit derzeit nur einer Transaktion vor Düsseldorf (knapp 32 Mio. Euro).