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Hotels weiter gefragt

Noch keine Pandemie-Auswirkungen

Autor: Gerhard Rodler

Bislang sind die Hotelinvestments trotz Covid-19 und deren Auswirkungen gerade auf den Tourismus erstaunlich hoch. Insgesamt liegt das Halbjahresergebnis in Deutschland mit knapp 1,4 Milliarden Euro im Schnitt der letzten zehn Jahre, wobei der Portfolioanteil mit etwa 46 Prozent ungewöhnlich hoch ausfällt. Dies ist zwar vor allem dem fulminanten Jahresstart geschuldet. Aber auch danach gab es nicht den totalen Einbruch, den sich der Markt eigentlich erwartet hatte, auch wenn die Pandemieauswirkungen naturgemäß größer als in jeder anderen Assetklasse waren.

Lag der Investmentumsatz im ersten Quartal noch bei etwa 1,1 Milliarden Euro, kamen im zweiten Quartal nur noch knapp 279 Millionen Euro dazu, was aber immer noch das Niveau des Q2 im Jahr 2013 darstellt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

"Allerdings war in Anbetracht des fast vollkommenen Einbruchs des nationalen und internationalen Tourismus- und Geschäftsreisemarktes infolge der globalen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie schon im Vorfeld mit einer abwartenden Haltung seitens der Hotelinvestoren gerechnet worden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass über die Hälfte hiervon auf Hotels entfällt, die Bestandteil der Übernahme der TLG durch Aroundtown sind", sagt Alexander Trobitz, Head of Hotel Services der BNP Paribas Real Estate.