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Hotelinvests in Q1 noch auf Rekordniveau

Investmentmarkt startet bärenstark in die Herausforderungen:

Autor: Gerhard Rodler

Der Hotel-Investmentmarkt ist fulminant in das Jahr 2020 gestartet. Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 1,12 Milliarden Euro liegt das Ergebnis auf dem gleichen Niveau wie im Rekordjahr 2017. In diesem Resultat kommt klar zum Ausdruck, dass die sich die spürbare Verschärfung der Corona-Krise im März, die der Hotellerie mehr als den meisten anderen Branchen zu schaffen macht, im Investmentgeschehen der ersten drei Monate noch nicht widerspiegelt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Von dem sehr starken Investmentumsatz im ersten Quartal haben auch die deutschen A-Standorte umfangreich profitiert. Mit insgesamt 738 Millionen Euro wurde der Rekord für das erste Quartal von 2017 fast eingestellt und das Vorjahresergebnis um stolze 265 Prozent gesteigert. Dazu beigetragen haben nicht zuletzt auch anteilig eingerechnete Portfolioverkäufe, insbesondere der TLG-Deal, an dem vor allem Berlin überproportional partizipiert hat. Auf Rang zwei folgt München mit rund 138 Millionen Euro, nachdem im vergleichbaren Vorjahreszeitraum dort noch keine Transaktionen getätigt wurden. Ein dreistelliges Ergebnis fährt auch Hamburg mit 102 Millionen Euro (+36 Prozent) ein. „Trotz des sehr guten Jahresauftakts ist davon auszugehen, dass die Umsatzeinbrüche der Hotelbranche durch den Lockdown zu einer zumindest temporären Verunsicherung der Investoren führen werden und das Investitionsvolumen im Gesamtjahr deutlicher niedriger ausfallen dürfte als im Vorjahr, auch wenn eine konkrete Prognose aktuell nicht seriös gestellt werden kann. Eine grundsätzlich veränderte oder gar skeptische Haltung der Investoren zu Hotel-Investments lässt sich dagegen aus den momentanen Gesprächen mit vielen Marktteilnehmern nicht erkennen, da zukünftige Entwicklungen noch nicht sicher eingeschätzt werden können. Ob zum Beispiel die starke Einschränkung der sozialen Kontakte nach Beendigung der Krise zu einem Nachholeffekt mit stark steigender Reisetätigkeit führt, von der Hotels sogar profitieren könnten, oder zu vorsichtigerem Verhalten, ist noch völlig offen“, fasst Alexander Trobitz von BNP Paribas die weiteren Aussichten zusammen.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!