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Hotelmärkte in SEE erholen sich

Bukarest und Sofia geht es gut, Belgrad hinkt hinterher

Autor: Gerhard Rodler

Christie + Co hat in Zusammenarbeit mit STR Global die Hotelmarktrends von drei weiteren großen Städten in der Region untersucht: Bukarest, Sofia und Belgrad. Der „CEE hotel market snapshot: Bucharest, Sofia and Belgrade“ untersucht die Herausforderungen und Chancen für Hotelinvestitionen in diesen Regionen.

Nach der Finanzkrise von 2008/2009 wurden viele Hotelprojekte in Osteuropa wieder auf Eis gelegt, gleichzeitig kam es zur Schließung mancher Hotels. „Aus einigen wenigen Schließungen wurden viele - und bis 2010, als es zu einer ersten langsamen Markterholung kam, gab es auch kaum Neueröffnungen. Dann aber wendete sich das Blatt: Bukarest, Sofia und Belgrad brauchten zwar länger als manch andere europäische Hotelmärkte, um die Rezession zu überwinden; in den letzten Jahren erlebten sie aber einen starken Angebotszuwachs,“ stellt Lukas Hochedlinger, Managing Director Germany, Austria & CEE bei Christie + Co. fest. Auch wenn die Hotelmärkte der drei Städte derzeit das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht haben, so verbuchen sie schon seit fünf Jahren in Folge vielversprechende Wachstumsraten - wenngleich aus unterschiedlichen Startpositionen heraus.

Die Studie zeigt außerdem, dass die untersuchten Märkte von privat geführten Hotels geprägt sind. In Bukarest machen sie 61, in Belgrad 67 und in Sofia sogar 84 Prozent aus. Die europäischen Hotelinvestmentmärkte haben sich 2015 bislang positiv entwickelt, wobei Großbritannien, Frankreich und Deutschland die Gewinner sind. Lukas Hochedlinger beobachtet allerdings, dass der Run auf Hotelimmobilien mit Wertsteigerungspotential und höheren Renditen auch dazu führt, dass sich der Fokus der Investoren verschiebt - weg von den europäischen Kernmärkten, hin zu Sekundärmärkten. Das könnte auch für Zentral- und Osteuropa eine Chance sein, wie er glaubt, auch wenn dort in den letzten Jahren noch nicht viele Hoteltransaktionen verzeichnet wurden.