Immobilien Magazin

Hotelmarkt im Senegal im Kommen

Hotels werden in Europa als Investitionsmöglichkeit immer beliebter. Aber auch in Afrika ist der Hotelmarkt im Aufwind. Ein Beispiel ist Senegal, wo die Auslastung auf ein Rekordhoch gesprungen ist.

Autor: Stefan Posch

Sengal profitiert laut einem Marktbericht von Horwath HTL wirtschaftlich von seiner Lage an der Westküste Afrikas, die an den Nordatlantik grenzt. Damit stellt das Land den Zugang zu den Binnenländern der Sahelstaaten dar. Laut den Vereinten Nationen wird die Bevölkerung Senegals von aktuell 15 Millionen bis zum Jahr 2050 auf 40 Millionen anwachsen. Zudem ist das Land im Vergleich zu den anderen Staaten der Subsahara-Region politisch relativ stabil.

Das Hotelangebot im Senegal beschränkte sich laut Horwath HTL Jahrzehnte lang auf unabhängige Häuser und auf wenige Markenhotels, die großteils im Eigentum des Staates waren. Während der Krise 2010-2011 in der Elfenbeinküste profitierte die Hauptstadt Dakar von der Verlagerung mehrerer internationaler Unternehmen, was zu einem Bedarf an qualitativ hochwertigen internationalen Einheiten sorgte. Heute ist das Hotelangebot gut strukturiert und diversifiziert. Es umfasst 60 Häuser mit einer Gesamtkapazität von rund 3.640 Zimmern, von denen 44 Prozent (1.600 Zimmern) unter internationaler Markenführung stehen. Im Jahr 2017 wurde in der Hauptstadt eine Bettenauslastung von 75 Prozent erreicht, der höchste Wert seit Jahren in Dakar. Die durchschnittliche Zimmerkosten betragen aktuell im Luxussegment 110 - 180 Euro im oberen Segement: 90 - 110 Euro und im mittleren Segment 70 - 90 Euro.

Der zweite wichtige Hotelmarkt im Senegal liegt 70 Kilometer südlich von Dakar an der Petite Côte, wo großen Ferienanlagen und Strandhotels dominieren. Der Hotelmarkt hier hat aber aufgrund veralteter Anlagen Schwierigkeiten in Schwung zu kommen, sodass die Auslastung au 65 Prozent gesunken ist. Hotelgruppen und Reiseveranstalter kompensieren dies durch günstige Pauschalangebote und regelmäßige Charterflüge.

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