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Hotels kein sicherer Investhafen

Schwieriges Umfeld für Wiener Hotels

Autor: Gerhard Rodler

Auch in diesem Jahr veröffentlicht die Hotel- und Tourismusberatung ihren Report zum Hotelmarkt in der österreichischen Hauptstadt. Wien liegt, so Kohl & Partner, weiterhin im Trend und kann einen neuen Nächtigungsrekord verzeichnen. Für die Hotelbetriebe war 2013 jedoch ein durchwachsenes Jahr. Nachfrageseitig gab es in Wien 2013 ein weiteres Rekordjahr. 12,7 Millionen Nächtigungen entsprechen einem Plus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (5,8 Millionen Ankünfte / +4,1 Prozent). Trotz des erneuten Rekordjahres bleibt der Wiener Hotelmarkt umkämpft. Im vorangegangenen Jahr wurden ca. 2.000 neue Hotelzimmer in Wien eröffnet. Das hat den Druck deutlich erhöht.

Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht das kompetitive Marktumfeld. Die durchschnittliche Zimmer-Jahresauslastung lag 2013 bei 70,63 Prozent und damit leicht unter dem Wert von 2012 mit 71,00 Prozent (Quelle STR Global – rund 1/3 aller Hotelzimmer in Wien sind in diesem Benchmarkvergleich erfasst). Einbußen gab es auch bei der durchschnittlichen Zimmerrate (Average Daily Roomrate). Hier musste die Wiener Hotellerie ein Minus von 4,0 Prozent im Vergleich zu 2012 verkraften. Mit Euro 94,38 lag die durchschnittliche Zimmerrate im Jahr 2013 unter dem Wert von 2009. In den letzten 10 Jahren konnten die Nächtigungen in der Destination Wien um 51 Prozent gesteigert werden. Ein Blick auf die jeweiligen Hotelkategorien zeigt, dass diese unterschiedlich von den Zuwächsen profitierten. Von 2004 bis 2013 haben Hotels im 1-Stern bis 3-Stern Segment Nächtigungsanteile gewonnen, während in der 5-Stern Hotellerie der Anteil an den Gesamtnächtigungen konstant blieb. Dahingegen musste die 4-Stern Hotellerie, trotz absolut stärkster Bettenzuwächse, Nächtigungsanteile abgeben. Für 2014 schätzt Kohl & Partner die Nachfrageentwicklung weiter positiv ein. Eine konstant steigende Nachfrage sei auch notwendig, um einen weiteren Rückgang von Auslastung und durchschnittlichem Zimmerpreis zu verhindern. Denn Neueröffnungen werde es auch in diesem Jahr geben, darunter das erste Budget Hotel im 1. Wiener Gemeindebezirk. Allerdings kommen in diesem Jahr mit rd. 1.400 Zimmern weniger neue Einheiten auf den Markt als 2013.

Trotz des herausfordernden Jahres 2013 sieht Matthias Hautli, Geschäftsleiter Wien bei Kohl & Partner, für alle bestehenden Hotelbetriebe die Möglichkeit sich erfolgreich am kompetitiven Markt zu etablieren. „Die Voraussetzung einer guten Nachfrage ist gegeben. Eine klare Positionierung, langfristige Strategie sowie professionelle Marketing- und Vertriebsstrukturen sind allerdings die Voraussetzung um Gäste zu gewinnen“.

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