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Hypo NÖ verkauft Immobilienbereich

280 Millionen Projektvolumen an Privatinvestor

Autor: Gerhard Rodler

Erst vor wenigen Monaten wurde die 100-Prozent-Tochter der Hypo Niederösterreich, die NOE Immobilien Development AG (NID) gegründet. Jetzt werden 52 Prozent der Gesellschaftsanteile, also die Mehrheit, verkauft. Ursprünglich sollte der Deal bereits bis zum Sommer abgeschlossen werden. Wie am Markt zu hören ist, dürfte es sich aber nun doch noch in den September hinein ziehen, bis diese Transaktion abgeschlossen ist.

Nach Informationen von immoflash gibt es mehrere Interessenten. Allerdings könnte davon der aus Kärnten stammende Privatinvestor Thomas M. Levenitschnig (unter anderem: Pro quadrat Realitäten Handel) zum Zug kommen. Dieser wollte auf immoflash-Anfrage dazu keine Stellungnahme abgeben. Levenitschnig ist so etwas wie ein "heimlicher Riese", der jährlich rund 100 Immobilien erwirbt, zuletzt unter anderem das ERSTE-Filialpaket (64 Objekte) und von der UBM im Vorjahr nochmals 30 Objekte.

Die NID setzt sich aus fünf Bestandsobjekten und einer noch größeren Zahl an Projekten zusammen. Laut einem Sprecher der Hypo Niederösterreich dürfte die NID damit ein (Projekt)Volumen im Bereich von bis zu 280 Millionen Euro haben. Wieviel genau es sein wird, hängt letztlich davon ab, ob tatsächlich alle Bank-Projekte in die NID übertragen werden. Dies sei laut Hypo NÖ aber noch offen: "Jetzt wurde erst einmal gestern, Mittwoch, vom Aufsichtsrat der Grundsatzbeschluss zum Verkauf der 52 Prozent NID-Anteile gefasst. Welche Projekte in der NID im Endergebniss drinnen sein werden, wird erst entschieden.

Nicht zur NID zählen die FM-Tochter First Facility und die Hypo NÖ Real Consult, die wie auch die anderen sonstigen Gesellschaften im Bankeigentum verbleiben. Fix ist auch ein Umbau des Vorstandes der Bank. Finanzvorstand de Arnoldi geht mit Jahresende, Wolfgang Viehauser wird neuer Privatkunden-Vorstand.

Die Anzahl der Vorstände wird von vier auf drei reduziert.