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Immo-Deal des Jahres

Chinesischer Staatsfond kauft 16.000 Wohneinheiten in Deutschland

Autor: Stefan Posch

Der chinesische Staatsfond China Investment Corporation (CIC) übernimmt für knapp 1,2 Milliarden Euro (inklusive Schulden) ein Portfolio mit 16.000 Wohneinheiten in Deutschland. Verkäufer ist die Luxemburger BGP Holdings Europe S.à r.l., die damit ihr gesamten Bestand an deutschen Wohnungen veräußert.

Die CIC stach mit dem Deal unter anderem die deutschen Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen und Vonovia aus, die ebenfalls Interesse an dem Portfolio bekundet hatten. Vor etwa einem Jahr hatte sich auch die österreichische conwert um eine Übernahme bemüht. 40 Prozent des Portfolios bestehen aus Wohnungen in Berlin, aber auch Wohneinheiten in Kiel, Rendsburg und Köln wurden übernommen.

BGP-Chef Rod McGeoch zeigt sich in einer Aussendung zufrieden mit dem Deal. Der Verkauf des Portfolios sei ein höchst erfreuliches Ergebnis, angesichts der Anfangssituation im Jahr 2009 mit einer Gesellschaft ohne Wert und negativem Eigenkapital. Die Shareholder würden nun fast 600 Millionen Euro zurückbekommen, erklärt McGeoch. BGP Holdings war ein Joint Venture der Australischen Investmentgruppen Babcock & Brown und GPT. Babcock & Brown geriet 2009 infolge der Finanzkrise in finanzielle Schwierigkeiten und beschloss die freiwillige Liquidation. Die Anteile an der BGP wurden damals auf die Investoren verteilt.