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Immo-Markt bewegt sich seitwärts

Verkäufe gingen erstmals seit sechs Jahren leicht zurück

Autor: Charles Steiner

Der heimische Immobilienmarkt bewegt sich erstmals seit sechs Jahren seitwärts. Das geht aus dem aktuellen Re/Max-Immospiegel für das erste Halbjahr hervor, der heute veröffentlicht wurde. Diesem zufolge seien heuer 64.171 Verbücherungen vorgenommen worden - leicht weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Erstmals, heißt es im Immospiegel, seien die Preise nach sechs Jahren stetigem Wachstum nicht gestiegen, was Re/Max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer allerdings nicht als Einbruch, sondern als "Verschnaufpause" betrachtet: "Die Abflachung wurde von uns prognostiziert und hat sich bereits im zweiten Halbjahr des Vorjahres abgezeichnet. Es war abzusehen, dass das ständige Wachstum irgendwann einmal eine Verschnaufpause braucht." Dass es sich um keinen Einbruch handelt, macht Reikersdorfer daran fest, dass im ersten Halbjahr in sechs Bundesländern der Trend immer noch nach oben zeigt. Lediglich Wien (-10,7 Prozent), die Steiermark und Kärnten hätten geschwächelt. Wien hatte sogar den Bundestrend vorgegeben - würde man die Bundeshauptstadt aus der Statistik hinausrechnen, hätte es österreichweit einen (geringen) Zuwachs gegeben, so Re/Max.

Und auch wenn es weniger Verbücherungen gegeben hatte - der Verkaufswert ist dennoch gestiegen: Die bis 30. Juni 2019 verbücherten Immobilien waren den Käufern das Rekordergebnis von in Summe 16,4 Milliarden Euro wert, um +764 Millionen Euro oder +4,9 Prozent mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres, berechneten die Re/Max-Experten. Damit findet sich das erste Halbjahr 2019 in der Reihe der Jahre mit steigenden Umsätzen, aber tendenziell geringer werdenden Zuwachsraten wieder. Zum Vergleich: 2015 betrug der Zuwachs noch 31,3 Prozent.

Nach wie vor sind die Rahmenbedingungen für Immobiliengeschäfte positiv, so Reikersdorfer: "Das Immobilienangebot ist in weiten Teilen des Landes nach wie vor gut, die Nachfrage hoch, das Zinsniveau historisch niedrig und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts Wesentliches ändern." Er rechnet mit zwar hohen, wenn auch leicht rückläufigen Transaktionszahlen.