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Immo-Markt trotzt Corona

RIÖ rechnet nicht mit Preisrückgängen

Autor: Charles Steiner

Obwohl der Immobilienmarkt aufgrund der Corona-Pandemie aktuell auf Sparflamme läuft: Dass es, besonders bei Wohnimmobilien im Kaufsegment, zu Preisrückgängen kommen wird, erwartet die Raiffeisen Immobilien Österreich nicht. Im Gegenteil: Die Investitionsbereitschaft in Immobilien scheint ungebrochen und wird von der Niedrigzinspolitik der Notenbanken auch in Zukunft unterstützt werden, heißt es in einer aktuellen Aussendung.

Allerdings, so Peter Weinberger, Geschäftsführer Raiffeisen Immobilien NÖ/Wien/Burgenland und Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich: In bestimmten Segmenten wie z.B. Kleinwohnungen ist trotz Krise weiterhin mit Preissteigerungen zu rechnen. Hier würden sich die Vorzüge von Immobilieninvestments bemerkbar machen: Sicherheit und Wertbeständigkeit. Im Mietbereich könnte es jedoch - abhängig von Dauer und Schwere der Rezession - infolge sinkender Nachfrage zu Preisanpassungen kommen. Weinberger: „Die Ungewissheit über die Dauer der Einschränkungen macht eine Prognose schwierig. Dennoch hoffen wir bei Kauf-Objekten auf eine rasche Erholung des Marktes.“ Sorgen bereitet den Raiffeisen Maklern hingegen der Gewerbeimmobilienmarkt. Hier prognostiziert man in allen Bundesländern Einbrüche: Viele Unternehmen würden im Zuge der Corona-Krise den Sparstift ansetzen und mit effizienteren Raumressourcen auskommen müssen, so die Prognose.

Auch wenn derzeit der österreichische Immobilienmarkt derzeit auf Sparflamme läuft, gebe es zwei Ausnahmen: Viele Interessenten nützen die zur Verfügung stehende Zeit zu Hause um Immobilien online zu besichtigen. Und Grundstücke sowie land- und forstwirtschaftlich Immobilien werden vermehrt nachgefragt - ein klarer Indikator für ein verstärktes Investment in Sachwerte.

Nikolaus Lallitsch, Geschäftsführer Raiffeisen Immobilien Steiermark und Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich: „Im Augenblick ist auch für uns Abstand halten das Wichtigste. Es geht einzig darum, dass möglichst wenige Österreicherinnen und Österreicher diesem heimtückischen Virus zum Opfer fallen, dem ist alles unterzuordnen. Den besorgten Menschen die vermehrt bei uns anfragen, können wir aber versichern: Immobilien haben sich in der Vergangenheit sehr oft als harte und verlässliche Krisenwährung erwiesen. Und wir können davon ausgehen, dass es auch diesmal so ist.“

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!