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Immobilien weiter im Aufwärtstrend

Pandemie heizt Immobilienmarkt weiter an

Autor: Stefan Posch

Die Corona-Krise hat dem Wohnimmobilienmarkt bis dato keinen Dämpfer versetzt, im Gegenteil. Während Assets wie Aktien teilweise stark an Wert einbüßten, stiegen die Preise für Wohneigentum weiter an, sowohl in der Stadt, als auch auf dem Land. Laut einer Auswertung von Kryptoszene.de betrug der Eigentumswohnungs-Kaufpreis pro Quadratmeter in deutschen Großstädten im Durchschnitt 2.921 Euro, gleichbedeutend mit einer nahezu Verdoppelung seit 2012. Nach wie vor ist München die teuerste Großstadt der Bundesrepublik. Seit dem 3. Quartal 2019 kletterten die Immobilienpreise in der bayerischen Landeshauptstadt um 6,1 Prozent nach oben. Auch Immobilien in ländlichen Gefilden zuletzt stark an Wert gewannen. In dichter besiedelten ländlichen Kreisen fällt der Preiszuggewinn am stärksten aus. Immobilien in besagten Kreisen sind im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 8,9 Prozent teurer geworden. Wie aus der Studie hervorgeht, ist der Aufwärtstrend aber nicht nur in Deutschland intakt. Auch in den USA sind Immobilien gefragter denn je. Alleine in Washington und Umgebung erzielte die Immobilienbranche im Juli einen Umsatz in Höhe von 5,3 Milliarden US-Dollar. Dies ist 26 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Landesweit wurden in den USA 36 Prozent mehr Einfamilienhäuser verkauft. Diesen weltweiten Trend betätigen auch Google-Auswertungen. Der Google-Trend-Score für das Suchbegriffspaar „Wohnung kaufen“ erreichte im Krisenjahr den absoluten Spitzenwert von einhundert. Nie suchten in den letzten 5 Jahren mehr Menschen nach den genannten Begriffen. „Es scheint, als hätte die Pandemie den Immobilien-Markt sogar noch weiter angeheizt“, so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay. „Die anhaltende Niedrigzinspolitik tut ihr Übriges. Genauso wie das Edelmetall stellt auch das sogenannte Betongold die ihm häufig zugeschriebene Krisentauglichkeit unter Beweis“.